Archiv der Kategorie: Wirtschaftswachstum/Entwicklung

Kaputtgespart?

Detmar Doering

Angeblich haben sie sich „kaputtgespart“. Aber die Länder, die in den letzten krisengeschüttelten Jahren etwas für den Schuldenabbau getan haben, fahren heute die besten Wachstumsraten ein. Das stellt dieser Beitrag bei AgendaAustria fest.

Kapital und Ungleichheit

Detmar Doering

Seit Thomas Pikettys Buch „Das Kapital“ ist es zur Mode geworden, die Verschlimmerung aller Übel der Ungleichheit mit dem Gewinn aus Kapital zu begründen. Kapital sei sozusagen das Krebsgeschwür der Gesellschaft. Das sei eine zweifelhafte Sicht der Realität, meint der peruanische Ökonom Hernando de Soto in diesem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung, die vor allem die Probleme der unterkapitalisierten Ökonomien außerhalb Europas außer Betracht ließe.

Die traurige Bilanz der Klimapolitik

Steffen Hentrich

Klimapolitik soll der Generationengerechtigkeit dienen. In der Theorie. In der Realität richtet sie allerdings bislang mehr schaden an als sie vermeiden hilft, selbst wenn man sie mit den apokalyptischsten Szenarien über die Wirkungen von Treibhausgasemissionen begründet. Andrew Montford hat in dem Aufsatz Unintended Consequences of Climate Change Policy für die Global Warming Policy Foundation die unbeabsichtigten Folgen der Klimapolitik gesammelt: Abgeholzte Regenwälder, Menschenrechtsverletzungen, Hunger und Mangelernährung, Zerstörung wertvoller Ökosysteme, Reduzierung von Wildtierpopulationen, Abfälle, Umverteilung von arm zu reich, Energiemangel, Luftverschmutzung, Arbeitslosigkeit und mehr Treibhausgasemissionen als notwendig. Eine niederschmetternde Bilanz und ein ethisches Desaster.

Irgendwas mit Entwicklungshilfe…

Steffen Hentrich

Helfen wollen viele, nur wenige schaffen es.

NZZ-Debatte zur Klimapolitik: Neuanfang oder Abgesang?

Steffen Hentrich

Anlässlich der laufenden Klimakonferenz in Lima druckt die NZZ heute eine Debatte um die Chancen eines neuen internationalen Klimaabkommens ab. Frau Professor Renate Schubert von der ETH Zürich ist optimistisch, dass die internationale Gemeinschaft angesichts der aktuellen Erkenntnisse der Klimaforschung zum gemeinsamen Handeln findet. Ich halte dagegen: Weder gibt der jüngste IPCC-Bericht dazu Anlass ein internationales Klimaschutzabkommen mit drastischen Vermeidungsmaßnahmen übers Knie zu brechen, noch verheißt die internationale Interessenlage, dass es in nächster Zukunft zu einer substantiellen Einigung kommt.

Grüner Fortschritt

Steffen Hentrich

Landwirtschaftliche Produktivitätszuwächse dank moderner Bodenbearbeitung, künstlicher Düngung und wirksamer Pflanzenschutzmittel und die Nutzung fossiler Energieträger statt Holz zur Strom- und Wärmeerzeugung haben Europa über die vergangenen Jahrhundert ergrünen lassen, wusste gestern Spiegel-Online in einem Interview mit Richard Fuchs von der niederländischen Wageningen Universität zu berichten. Zwar beklagt der Wissenschaftler auch einige Nachteile der modernen Industriegesellschaft, die aus liberaler Perspektive viel mit der Subventionierung der Landwirtschaft und einem Umweltschutz ohne Rücksicht auf Eigentumsrechte zu tun hat, doch passt diese Erkenntnis nicht zum Bild von der Natur, das in der Öffentlichkeit vorherrscht. Doch inzwischen sind wir an einem Punkt, an dem gerade die Vorstellung von einem grünen Wachstum Gefahr läuft das Rad wieder zurückzudrehen. Freiflächen werden mit Solaranlagen zugebaut, Windkraftanlagen und ihre Zufahrtswege zerschneiden die Wälder und dort wo ehemalige Landwirtschaftsflächen der Sukzession anheim fallen könnten, wird Biomasse für die energetische Nutzung angebaut. Derweil laufen Umweltschützer gegen Gentechnik Sturm, mit deren Hilfe die Produktivität der Landwirtschaft steigt und die Naturauswirkungen sinkt, und ein zunehmender Teil der Bevölkerung schwört auf ökologische Landwirtschaft, die nachweislich flächenintensiver, weil weniger produktiv als moderner konventioneller Landbau ist. Grün sein bedeutet eben nicht altbacken denken und handeln, sondern den Fortschritt nutzen, wo Markt, Wettbewerb und Verantwortung für Privateigentum ihn in die Bahnen lenken, die sich handelnde Menschen wünschen.

Die Geschichte zweier Länder

Detmar Doering

Es gab mal zwei arme Länder, die hatten fast die gleichen wirtschaftlichen Ausgangsdaten. Beide versuchten sehr verschiedene Wege, um sich zu entwickeln. Es handelt sich um Hongkong und Kuba. Dan Mitchell zeigt hier den Unterschied, der sich daraus ergab, in einem Diagramm.