Archiv der Kategorie: Wirtschaftspolitik

Ein Jahr Groko – Stillstand und Rückschritt

Peter Altmiks

Die Urteile zum Wirken der Großen Koalition fallen überwiegend negativ aus. Der Cicero titelt “Das verlorene Jahr“. Das Institut der deutschen Wirtschaft wünscht ein Ende der Verteilungsorgie und fordert zukunftsfähige Politik ein. Das Liberale Institut äußert sich ähnlich. Es lassen sich deutliche Risse im Konsolidierungskonsens beobachten, die Gefahren für die Beschäftigung sind nicht zu übersehen, das Rentenpaket führt zu mehr sozialer Ungerechtigkeit, die Energiepolitik zementiert hohe Energiepreise sowie gefährdet die Versorgungssicherheit und die Mietpreisbremse reduziert die Anreize, Wohnungen zu bauen.

Publikation: Ein Jahr Große Koalition. Eine Bilanz und ein Ausblick, Berlin: Liberales Institut, 2014.

Bessere Betreuung für Langzeitarbeitslose

Peter Altmiks

Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) beschreibt in seinem aktuellen IZA Compact die Lage der Langzeitarbeitslosen und zeigt Wege zu einer besseren Betreuung auf. Vor allem weist der Autor Alexander Spermann auf eine Unterschätzung der Zahl der Langzeitarbeitslosen durch die bundesdeutsche Statistik hin: Wenn Langzeitarbeitslose länger als sechs Wochen beschäftigt oder in der arbeitsmarktpolitischen Maßnahme waren, beginnt die Messung der Dauer der Arbeitslosigkeit wieder von vorn. Nach der umfragebasierten Statistik der OECD liegt die Langzeitarbeitslosenquote mit 45 Prozent ergo ungleich höher und um zehn Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller OECD-Staaten. Weiterlesen

Markt und Markt

Detmar Doering

Der markt ist beliebt, wenn es sich im den konkreten Markt auf dem marktplatz um die Ecke handelt. Der der abstrakt gedachte Markt als solcher scheint zunehmender Skepsis ausgesetzt zu sein. Dabei sei er, so schreibt Karen Horn hier in CapX, immer noch die am besten funktionierende Wirtschaftsordnung. Diese brauche ein starkes staatliches Gerüst im Sinne des Ordoliberalismus. Diese klare Einsicht leide zurzeit unter vielen falschen Freunden. Von Paul Krugman bis Sahra Wagenknecht bekennen sich heute viele Marktkitiker zu Erben des Ordoliberalismus, meinten aber eine Ordnung, die nicht den Markt stärkt, sondern zu Tode reguliert.

Venezuela vor dem Kollaps

Detmar Doering

Die fallenden Ölpreise machen einigen einseitig auf Rohstoffexport fixierten Ländern zu schaffen. Finanzielle Engpässe werden zu bewältigen sein. In Venezuela könnte mehr auf dem Spiel stehen. Es drohe der ökonomische Kollaps, kommentiert Keith Johnson hier bei Foreign Policy. Die politische Situation im Land des “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” zeige kaum Auswege mehr auf.

Die Geschichte zweier Länder

Detmar Doering

Es gab mal zwei arme Länder, die hatten fast die gleichen wirtschaftlichen Ausgangsdaten. Beide versuchten sehr verschiedene Wege, um sich zu entwickeln. Es handelt sich um Hongkong und Kuba. Dan Mitchell zeigt hier den Unterschied, der sich daraus ergab, in einem Diagramm.

Keynes vs. Fakten

Detmar Doering

Seit der Finanzkrise ist der Keynesianismus wieder salonfähig geworden. Die politik begründet die Ankurbelungsprogramme für die Konjunktur der letzten jahre stets mit keynesianischen Argumenten. Eines davon ist der “Keynesian Multiplier”. Der besagt, dass jeder vom Staat ausgegebene Dollar für mehr als einen Dollar Wachstum generiert. So lassen sich selbst Steuererhöhungen als Ankurbelungsmaßnahmen begründen. In diesem Artikel für Forbes zeigt Bob Gelfond, wie shr diese Theorie durch die messbaren Fakten widerlegt wird. Am Ende werde die keynesianische Empfehlung nur zu Belastungen für kommende Generationen und dauerhaft höheren Steuern führen.

Erfolgreicher Wirtschaftsunterricht in Schulen

Peter Altmiks

Eine systematische Vermittlung ökonomischen Wissens erfolgt nicht in Deutschland. Sowohl die Qualität als auch die Quantität ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ein eigenständiges Fach Wirtschaft, welches von dazu ausgebildeten, qualifizierten Lehrkräften unterrichtet wird, ist weiterhin die Ausnahme. Die überwiegende Mehrheit der Bildungspolitiker ist gegen ein eigenständiges Fach Wirtschaft in den Schulen und bevorzugt stattdessen die Vermittlung ökonomischer Kenntnisse als Querschnittsthema in den schon bestehenden Schulfächern. Die Forderung nach einem eigenständigen Schulfach Wirtschaft ist sehr oft von Vertretern der Wirtschaft und deren Verbänden zu hören. Ein guter Wirtschaftsunterricht bedarf einer wohl durchdachten Ordnung. Es sollen Strukturzusammenhänge erkannt und dem Schüler die Bestimmung seiner individuellen Position im Wirtschaftsgeschehen ermöglicht werden. Der Ökonomieunterricht soll sich nicht in dem Zusammenfügen von separierten Episoden erschöpfen, die keine Ordnung erkennen lassen.

Lesen Sie hier oder in der Scribd-Bibliothek des Liberalen Instituts das vollständige Argumentepapier.