Archiv der Kategorie: Wirtschaftspolitik

Kaputtgespart?

Detmar Doering

Angeblich haben sie sich „kaputtgespart“. Aber die Länder, die in den letzten krisengeschüttelten Jahren etwas für den Schuldenabbau getan haben, fahren heute die besten Wachstumsraten ein. Das stellt dieser Beitrag bei AgendaAustria fest.

Indien: Rajan – Rockstar und Retter der Wirtschaft?

Jens Rosendal

Der hoch dekorierte Chicagoer Professor Raghuram Rajan übernahm 2013 in einer schweren Wirtschaftskrise das Amt des Präsidenten der Indischen Zentralbank. Mit einem stringenten Programm und ohne Angst vor der Regierung liberalisiert er seitdem die Finanzwelt des Subkontinents und führt die indische Rupie behutsam zu niedriger Inflation, Stabilität und Kraft. Seine Ideen wie das Bankkonto für alle oder Staatshilfen ohne korrupte Bürokratie sollen vor allem die armen Bevölkerungsschichten erreichen. Bis jetzt ist es eine Erfolgsgeschichte, der viele eine lange Dauer wünschen.

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Griechenland muss wettbewerbsfähig werden

Detmar Doering

Bevor Griechenland aus der Krise kommt und überhaupt an so etwas wie ein Schuldenschnitt zu denken ist, muss das Land seine Wirtschaft in Schwung bringen. Die ist aber strukturell veraltet und fast nirgendwo international wettbewerbsfähig. Hier müsste die dortige Regierung ansetzen, schreiben Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich Laaser in dieser Studie des Instituts für Weltwirtschaft. Die Signale, die die neue links/rechts-populistische Regierung zurzeit aussendet, sind hier allerdings wenig zielführend.

Steuern für das Wachstum?

Detmar Doering

Gerade angesichts der Euroraumkrise wird häufig der Begriff „Austerität“ zum Feindbild erhoben. Sollte man also stattdessen mehr steuerfinanziertes Wachstum haben? Oder anders gesagt: Höhere Steuern für das Wachstum? Wirtschaftlich stimulierende Steuersenkungen seien das bessere Rezept, meinen die ÖkonomenAlberto Alesina, Omar Barbiero, Carlo Favero, Francesco Giavazzi und Matteo Paradisi in diesem Beitrag, und kosteten am Ende weniger.

Kapital und Ungleichheit

Detmar Doering

Seit Thomas Pikettys Buch „Das Kapital“ ist es zur Mode geworden, die Verschlimmerung aller Übel der Ungleichheit mit dem Gewinn aus Kapital zu begründen. Kapital sei sozusagen das Krebsgeschwür der Gesellschaft. Das sei eine zweifelhafte Sicht der Realität, meint der peruanische Ökonom Hernando de Soto in diesem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung, die vor allem die Probleme der unterkapitalisierten Ökonomien außerhalb Europas außer Betracht ließe.

Wirtschaftsfreiheit in den deutschen Bundesländern 2014

Steffen Hentrich

Wie steht es mit der wirtschaftlichen Freiheit in den deutschen Bundesländern? Auch in diesem Jahr erlaubt der in der Studie Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern entwickelte Index der wirtschaftlichen Freiheit eine Bewertung der Bundesländer hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Standortbedingungen. Die Daten des Jahres 2012 weisen wie auch im vergangenen Jahr die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg als Spitzenreiter des Rankings aus. Verlierer sind Sachsen-Anhalt hinter Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. In den neuen Bundesländern ist die wirtschaftliche Freiheit nach wie vor schwächer als in den alten Bundesländern ausgeprägt. Als Ursachen sind unter anderem der vergleichsweise hohe Staatskonsum, ein höherer Anteil öffentlich Beschäftigter und die umfangreichen öffentlichen Finanzhilfen für die Wirtschaft anzusehen. Hinsichtlich der Entwicklungsdynamik schneiden die neuen Bundesländer allerdings besser als die alten ab. Seit 1994 nahm die Wirtschaftsfreiheit in den neuen Bundesländern deutlich zu, in den alten Bundesländern gab es hingegen keine Verbesserungen der Situation mehr. Auch in Deutschland gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen Wohlstand und wirtschaftlicher Freiheit. In wirtschaftlich freieren Bundesländern sind die Bürger nicht nur im Durchschnitt wohlhabender, sie profitieren auch von einer dynamischer wachsenden Wirtschaft. Das schlägt sich auch in einer besseren Beschäftigungssituation nieder.

Publikation im Webshop: Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern 2014 (Kurzfassung hier)

Klischees zur Marktwirtschaft

Detmar Doering

Die Anhänger der Marktwirtschaft begründen ihre Weltsicht auf ein Bild vom Menschen als vollkommen rationales und vollkommen egoistisches und von Gier besessenes Wesen. Das ist eines der vielen Klischees, das sich Christopher Snowdon in dieser Broschüre des Institute of Economic Affairs vorknöpft …