Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Kaputtgespart?

Detmar Doering

Angeblich haben sie sich “kaputtgespart”. Aber die Länder, die in den letzten krisengeschüttelten Jahren etwas für den Schuldenabbau getan haben, fahren heute die besten Wachstumsraten ein. Das stellt dieser Beitrag bei AgendaAustria fest.

Kapital und Ungleichheit

Detmar Doering

Seit Thomas Pikettys Buch “Das Kapital” ist es zur Mode geworden, die Verschlimmerung aller Übel der Ungleichheit mit dem Gewinn aus Kapital zu begründen. Kapital sei sozusagen das Krebsgeschwür der Gesellschaft. Das sei eine zweifelhafte Sicht der Realität, meint der peruanische Ökonom Hernando de Soto in diesem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung, die vor allem die Probleme der unterkapitalisierten Ökonomien außerhalb Europas außer Betracht ließe.

Praktische Ökonomie

Detmar Doering

Wie schafft man es, dass der Verkehr in Innenstädten nicht im Stau erstickt? Mit den richtigen Anreizen! Wie man mit marktwirtschaftlichen Ideen praktische Verbesserungen im Leben erreichen kann, das war die treibende Idee im Werk des amerikanischen Nobelpreisträgers Gary Becker. Guy Sorman würdigt hier den großen Ökonomen.

Ungleichheit vs. Ungleichheit

Detmar Doering

Ungleichheit und Ungleichheit sind nicht immer dasselbe. Dass der Fleißige sich vielleicht etwas mehr leisten können sollte als der bekennende Faule, leuchtet fast jedermann ein. Was selten einleuchtet, ist die Ungleichheit durch Privilegierung. Die findet man allerdings fast überall, schreibt Sheldon Richman hier für Reason. Der undurchdringliche Dschungel anscheinend gut gemeinter Subventionen und Regulierungen wimmele von ihnen.

In Venezuela wird Schlangestehen verboten

Steffen Hentrich

Venezuelas Sozialismus hat die Supermarktregale gelehrt. Ohne funktionierenden Preismechanismus bekommen weder die Produzenten das Signal die richtigen Waren in ausreichender Menge und Qualität anzubieten, noch die Verbraucher die Information, lediglich das einzukaufen, was bei gegebenen Produktionskosten wirklich lohnenswert ist. Die Folge sind leere Supermarktregale oder lange Warteschlangen, wenn die Regale mal wieder etwas aufgefüllt werden. Da inzwischen in Venezuela selbst das Toilettenpapier knapp geworden ist, sind nächtliche Warteschlangen vor morgens öffnenden Geschäften alltagsbestimmend geworden. Dieses Symptom sozialistischer Mangelwirtschaft soll jetzt aus Sicherheitsgründen verboten werden. Aus den Augen, aus dem Sinn, scheint die Losung der von Nicolas Maduro geführten Regierung zu sein, denn neben dieser Art von Kosmetik sind keinerlei Marktreformen in dem lateinamerikanischen Land zu erkennen.

Die Armutsdebatte in Deutschland

Peter Altmiks

Über Armut wird viel geschrieben und ihr kommt in der öffentlichen Diskussion und in den Medien eine hohe Bedeutung zu. In Deutschland existieren viele Organisationen, die sich explizit mit der Bekämpfung von Armut beschäftigen. Auch die Europäische Kommission betont die Wichtigkeit der Armutsbekämpfung und erklärte das Jahr 2010 zum europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. 2011 beschloss die Europäische Kommission in ihrer Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum, auch die Armut zu bekämpfen. Eines der fünf Kernziele für 2020 ist die Reduzierung der Anzahl der „von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen“ um mindestens 20 Mio. im Vergleich zu 2008. Sollte die EU dabei einen relativen Einkommensindikator benutzen, muss sie sich auf den berühmten Wettlauf zwischen Hase und Igel einstellen.

Publikation im Webshop: Die Armutsdebatte in Deutschland

Wirtschaftsfreiheit in den deutschen Bundesländern 2014

Steffen Hentrich

Wie steht es mit der wirtschaftlichen Freiheit in den deutschen Bundesländern? Auch in diesem Jahr erlaubt der in der Studie Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern entwickelte Index der wirtschaftlichen Freiheit eine Bewertung der Bundesländer hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Standortbedingungen. Die Daten des Jahres 2012 weisen wie auch im vergangenen Jahr die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg als Spitzenreiter des Rankings aus. Verlierer sind Sachsen-Anhalt hinter Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. In den neuen Bundesländern ist die wirtschaftliche Freiheit nach wie vor schwächer als in den alten Bundesländern ausgeprägt. Als Ursachen sind unter anderem der vergleichsweise hohe Staatskonsum, ein höherer Anteil öffentlich Beschäftigter und die umfangreichen öffentlichen Finanzhilfen für die Wirtschaft anzusehen. Hinsichtlich der Entwicklungsdynamik schneiden die neuen Bundesländer allerdings besser als die alten ab. Seit 1994 nahm die Wirtschaftsfreiheit in den neuen Bundesländern deutlich zu, in den alten Bundesländern gab es hingegen keine Verbesserungen der Situation mehr. Auch in Deutschland gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen Wohlstand und wirtschaftlicher Freiheit. In wirtschaftlich freieren Bundesländern sind die Bürger nicht nur im Durchschnitt wohlhabender, sie profitieren auch von einer dynamischer wachsenden Wirtschaft. Das schlägt sich auch in einer besseren Beschäftigungssituation nieder.

Publikation im Webshop: Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern 2014 (Kurzfassung hier)