Archiv der Kategorie: Wettbewerb

Ungleichheit vs. Ungleichheit

Detmar Doering

Ungleichheit und Ungleichheit sind nicht immer dasselbe. Dass der Fleißige sich vielleicht etwas mehr leisten können sollte als der bekennende Faule, leuchtet fast jedermann ein. Was selten einleuchtet, ist die Ungleichheit durch Privilegierung. Die findet man allerdings fast überall, schreibt Sheldon Richman hier für Reason. Der undurchdringliche Dschungel anscheinend gut gemeinter Subventionen und Regulierungen wimmele von ihnen.

Mehr Sharing Economy, mehr Wettbewerb

Detmar Doering

Die “Sharing Economy” als Kind des Internets wird häufig angefeindet, weil bisherige wirtschaftliche Besitzstände durch sie der Konkurrenz ausgesetzt werden. Das sei aber ihr Vorteil, meint Casey Given hier bei Atlas. Das Internet senke Transaktionskosten, reiße Eintrittsbarrieren für den Wettbewerb ein und minimiere die Notwendigkeit komplizierter Regulierung.

In Venezuela wird Schlangestehen verboten

Steffen Hentrich

Venezuelas Sozialismus hat die Supermarktregale gelehrt. Ohne funktionierenden Preismechanismus bekommen weder die Produzenten das Signal die richtigen Waren in ausreichender Menge und Qualität anzubieten, noch die Verbraucher die Information, lediglich das einzukaufen, was bei gegebenen Produktionskosten wirklich lohnenswert ist. Die Folge sind leere Supermarktregale oder lange Warteschlangen, wenn die Regale mal wieder etwas aufgefüllt werden. Da inzwischen in Venezuela selbst das Toilettenpapier knapp geworden ist, sind nächtliche Warteschlangen vor morgens öffnenden Geschäften alltagsbestimmend geworden. Dieses Symptom sozialistischer Mangelwirtschaft soll jetzt aus Sicherheitsgründen verboten werden. Aus den Augen, aus dem Sinn, scheint die Losung der von Nicolas Maduro geführten Regierung zu sein, denn neben dieser Art von Kosmetik sind keinerlei Marktreformen in dem lateinamerikanischen Land zu erkennen.

Nicht so einfach: Wettbewerb

Detmar Doering

Bei den Worten “Wettbewerb” oder “Wettbewerbsfähigkeit” denken viele menschen an ein Nullsummenspiel. Wenn einer gewinnt, muss jemand anderes verlieren. Wie beim Wettrennen im Sport. In der Wirtschaft und bei den ökonomischen Bedingungen, die sich ein Land schaffen kann, sei dieses simple Bild unangebracht, meint der britische Ökonom Roger Bootle hier im Telegraph.

Markt und Markt

Detmar Doering

Der markt ist beliebt, wenn es sich im den konkreten Markt auf dem marktplatz um die Ecke handelt. Der der abstrakt gedachte Markt als solcher scheint zunehmender Skepsis ausgesetzt zu sein. Dabei sei er, so schreibt Karen Horn hier in CapX, immer noch die am besten funktionierende Wirtschaftsordnung. Diese brauche ein starkes staatliches Gerüst im Sinne des Ordoliberalismus. Diese klare Einsicht leide zurzeit unter vielen falschen Freunden. Von Paul Krugman bis Sahra Wagenknecht bekennen sich heute viele Marktkitiker zu Erben des Ordoliberalismus, meinten aber eine Ordnung, die nicht den Markt stärkt, sondern zu Tode reguliert.

Von Kindern Ökonomie lernen

Detmar Doering

Kleine Ökonomen?

Von Kindern kann man viel lernen, was ökonomische Tugenden sind und welche Rolle richtige Anreize spielen. Das sagt die neue Verhaltensökonomie, wie der österreichische Ökonom Matthias Sutter in diesem Artikel für die Neue Zürcher Zeitung feststellt.

Eines der Resultate: Langfristdenken und Geduld werden schon im Kindesalter angelegt und sind ein Schlüssel zum späteren Erfolg im Leben.

Auch weiterhin: Privat in den Weltraum

Detmar Doering

SpaceShipTwo

Der Absturz von Richard Bransons Space Ship 2, bei dem ein Pilot ums Leben kam, hat zu einer bemerkenswerten Anzahl fast schon hämischer Kommentare geführt, die bemannte Raumfahrt im Allgemeinen, aber vor allem privat betriebene Raumfahrt als unnützen Luxus deklarierten. Der Astronom und Physiker Peter Heller warnt in diesem Beitrag für Novo davor, diesen Warnungen stattzugeben. Gerade die private Weltraum eröffne sehr zielbewusst neue Möglichkeiten effizienter Flugreisen für die Menschen.