Archiv der Kategorie: Renten und Altersvorsorge

Durchschnitt?

Detmar Doering

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Das veranlasst uns dazu, ein wenig mehr vorzusorgen. Aber ist das auch genug? Nein, meint Gerhard Schwarz hier bei Avenir Suisse. Wir sollten lieber auf ein realistisch wahrscheinlichstes Sterbealter schauen. Denn das liege höher als die durchschnittliche Lebenserwartung. Das werde gerne übersehen – wieder eine jener kleinen Tücken der Statistik, die uns – und die Politk – oft zu Fehlschlüssen veranlassen können.

Ungleichheit auf dem Vormarsch

Detmar Doering

Sich über zunehmende Ungleichheit zu beschweren, ist geradezu Mode geworden. Nicht zu Unrecht, meint der Freiburger Ökonom Bernd Raffelhüschen in diesem Interview in der Welt. Aber wenn wir von Ungleichheit reden, dürften wir über Generationenbilanz und Rentenpolitik nicht schweigen. Hier habe die GroKo einen gefährlichen Kurswechsel vorgenommen.

Die Armutsdebatte in Deutschland

Peter Altmiks

Über Armut wird viel geschrieben und ihr kommt in der öffentlichen Diskussion und in den Medien eine hohe Bedeutung zu. In Deutschland existieren viele Organisationen, die sich explizit mit der Bekämpfung von Armut beschäftigen. Auch die Europäische Kommission betont die Wichtigkeit der Armutsbekämpfung und erklärte das Jahr 2010 zum europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. 2011 beschloss die Europäische Kommission in ihrer Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum, auch die Armut zu bekämpfen. Eines der fünf Kernziele für 2020 ist die Reduzierung der Anzahl der „von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen“ um mindestens 20 Mio. im Vergleich zu 2008. Sollte die EU dabei einen relativen Einkommensindikator benutzen, muss sie sich auf den berühmten Wettlauf zwischen Hase und Igel einstellen.

Publikation im Webshop: Die Armutsdebatte in Deutschland

Ein Jahr Groko – Stillstand und Rückschritt

Peter Altmiks

Die Urteile zum Wirken der Großen Koalition fallen überwiegend negativ aus. Der Cicero titelt “Das verlorene Jahr“. Das Institut der deutschen Wirtschaft wünscht ein Ende der Verteilungsorgie und fordert zukunftsfähige Politik ein. Das Liberale Institut äußert sich ähnlich. Es lassen sich deutliche Risse im Konsolidierungskonsens beobachten, die Gefahren für die Beschäftigung sind nicht zu übersehen, das Rentenpaket führt zu mehr sozialer Ungerechtigkeit, die Energiepolitik zementiert hohe Energiepreise sowie gefährdet die Versorgungssicherheit und die Mietpreisbremse reduziert die Anreize, Wohnungen zu bauen.

Publikation: Ein Jahr Große Koalition. Eine Bilanz und ein Ausblick, Berlin: Liberales Institut, 2014.

Die Rente mit 63 …

Detmar Doering

… ist nicht nur ein demographisches Problem, das unsere Sozialsysteme sprengen könnte. Es schadet auch den selbständigen Unternehmen, wie die Familienunternehmer hier zeigen:

Doppelte Stimmkraft für die Jungen?

Detmar Doering

Die allgemeine Staatsverschuldung und der demographische Wandel führen schon in absehbarer Zeit in die Katastrophe, meint der amerikanische Ökonom Laurence J. Kotlikoff in diesem Interview im Bulletin. Schmerzlose Lösungen gebe es nicht mehr. Die Stimmkraft der älteren Generation verhindere die nötigen Reformen. Das sei ein Demokratieproblem, dem er mit einem drastischen Vorschlag zu Leibe rücken will: “Wieso nicht den Jüngeren bis 35 die doppelte Stimmkraft geben, so können sie auch für die noch Ungeborenen abstimmen.”

Wachsende Nachhaltigkeitslücke

Detmar Doering

Die Generationenbilanz in Deutschland hat mit einer immer größeren Nachhaltigkeitslücke zu kämpfen. Dass die zurzeit immer größer wird, habe etwas mit der “Rentenreform” der großen Koalition zu tun, rechnet die Stiftung Marktwirtschaft hier überzeugend vor.