Archiv der Kategorie: Ordnungspolitik

Kapital und Ungleichheit

Detmar Doering

Seit Thomas Pikettys Buch „Das Kapital“ ist es zur Mode geworden, die Verschlimmerung aller Übel der Ungleichheit mit dem Gewinn aus Kapital zu begründen. Kapital sei sozusagen das Krebsgeschwür der Gesellschaft. Das sei eine zweifelhafte Sicht der Realität, meint der peruanische Ökonom Hernando de Soto in diesem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung, die vor allem die Probleme der unterkapitalisierten Ökonomien außerhalb Europas außer Betracht ließe.

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Nun auch Bofinger gegen EZB-Anleihenkauf

Peter Altmiks

Vorgezogene Bescherung zu Weihnachten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrates, befürchtet großen Schaden durch den geplanten Anleihekauf der EZB. Der deutsche Sparer werde belastet. Passend dazu hatte Hans-Werner Sinn vor kurzem den Verlust der Deutschen durch die Niderigzinspolitik seit 2008 auf etwa 300 Mrd. Euro beziffert. Weiterlesen

Markt und Markt

Detmar Doering

Der markt ist beliebt, wenn es sich im den konkreten Markt auf dem marktplatz um die Ecke handelt. Der der abstrakt gedachte Markt als solcher scheint zunehmender Skepsis ausgesetzt zu sein. Dabei sei er, so schreibt Karen Horn hier in CapX, immer noch die am besten funktionierende Wirtschaftsordnung. Diese brauche ein starkes staatliches Gerüst im Sinne des Ordoliberalismus. Diese klare Einsicht leide zurzeit unter vielen falschen Freunden. Von Paul Krugman bis Sahra Wagenknecht bekennen sich heute viele Marktkitiker zu Erben des Ordoliberalismus, meinten aber eine Ordnung, die nicht den Markt stärkt, sondern zu Tode reguliert.

Das Elend der Nationen

Steffen Hentrich

Steve H. Hanke hat für das Cato Institute einen globalen Elendsindex erstellt, mit dem verglichen werden kann wie sich 109 Länder relativ zueinander schlagen, wenn es darum geht die Inflationsrate zu senken, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren und die Zinsen in Schach zu halten, gleichzeitig aber den materiellen Wohlstand zu erhöhen. Spitzenreiter ist 2013 die Schweiz (109, 4,5), wo nur wenig Elend in Form von Arbeitslosigkeit das Ergebnis trübt. Deutschland liegt mit einem ebenfalls vor allem durch Arbeitslosigkeit beeinträchtigten Indexwert von 9,1 auf Rang 98, die USA kommt wegen ihrer dürftigen Arbeitsmarktbilanz mit 15,6 gar nur auf dem 66 Platz und die elenden Schlusslichter sind Venezuela (2, 81,8) sowie Syrien (1, 147,7). In beiden Ländern lösen deftige Verbraucherpreise als Folge hoher Inflationsraten großes Elend aus.

Quelle: Cato Institute

Wirtschaftliche Freiheit: Deutschland rutscht ab im Ranking

Steffen Hentrich

Deutschland verliert im internationalen Ranking der wirtschaftlichen Freiheit: Seine im Jahr zuvor verbesserte Position konnte es nicht halten. Das geht aus der am 6. Oktober 2014 veröffentlichten Studie Economic Freedom of the World 2014 hervor, die sich auf Daten des Jahres 2012 stützt. Sie fasst die Ergebnisse der Bewertung der wirtschaftlichen Freiheit von 152 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Dessen wichtigste Eckpunkte sind individuelle Handlungsfreiheit, freiwillige Austauschbeziehungen, freier Wettbewerb und die Sicherheit privater Eigentumsrechte.

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Mr. Marktwirtschaft

Detmar Doering

Chinas ökonomischer Reformkurs hat sich weg vom Steinzeitkommunismus Maos hin zu einem staatsdurchtränkten „Crony-Capitalism“ hin entwickelt. Aber es gibt in China auch Stimmen, die zu einer konsequenten marktwirtschaftlichen Ordnungspolitik aufrufen. Gerhard Schwarz stellt bei Avenir Suisse einen von ihnen vor: den Ökonomen Wu Jinglian, der in der Volksrepublik als reformeifriger Mr. Marktwirtschaft gilt.

Das Relikt Kirchensteuer

Peter Altmiks

Wegen der Erhebung von Kirchensteuer auf Kapitalerträge streiten sich derzeit Kirchen und Kreditinstitute. Während die Banken nur ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen und für die beiden priviligierten Amtskirchen die Steuern eintreiben, mutmaßen die beiden Amtskirchen, die Kreditinstitute hätten Kunden zum Austritt geraten.

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