Archiv der Kategorie: Finanzen

Kaputtgespart?

Detmar Doering

Angeblich haben sie sich „kaputtgespart“. Aber die Länder, die in den letzten krisengeschüttelten Jahren etwas für den Schuldenabbau getan haben, fahren heute die besten Wachstumsraten ein. Das stellt dieser Beitrag bei AgendaAustria fest.

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Griechenland bleibt spannend

Detmar Doering

Wie geht es weiter in Griechenland, fragt Raoul Ruparel von OpenEurope hier. Welche Koalitionsoptionen hat Syriza? Wie groß sind die Spielräume bei der Eurokrise? Ein Schuldenschnitt ist nicht einfach zu bekommen und das falsche Signal. Der Grexit ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, doch gefährlich. Fazit: Immerhin bleibt es spannend.

Nützliches Euro-Glossar

Detmar Doering

Bail-in, Bail-out, EFSM, EFSF – dem Laien erschließt sich nicht immer alles, was so zur Euroschuldenkrise gesagt wird. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat hier Abhilfe ersonnen. Dort gibt es ein neu überarbeitetes Glossar zur Krise.

Wirtschaftsfreiheit in den deutschen Bundesländern 2014

Steffen Hentrich

Wie steht es mit der wirtschaftlichen Freiheit in den deutschen Bundesländern? Auch in diesem Jahr erlaubt der in der Studie Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern entwickelte Index der wirtschaftlichen Freiheit eine Bewertung der Bundesländer hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Standortbedingungen. Die Daten des Jahres 2012 weisen wie auch im vergangenen Jahr die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg als Spitzenreiter des Rankings aus. Verlierer sind Sachsen-Anhalt hinter Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. In den neuen Bundesländern ist die wirtschaftliche Freiheit nach wie vor schwächer als in den alten Bundesländern ausgeprägt. Als Ursachen sind unter anderem der vergleichsweise hohe Staatskonsum, ein höherer Anteil öffentlich Beschäftigter und die umfangreichen öffentlichen Finanzhilfen für die Wirtschaft anzusehen. Hinsichtlich der Entwicklungsdynamik schneiden die neuen Bundesländer allerdings besser als die alten ab. Seit 1994 nahm die Wirtschaftsfreiheit in den neuen Bundesländern deutlich zu, in den alten Bundesländern gab es hingegen keine Verbesserungen der Situation mehr. Auch in Deutschland gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen Wohlstand und wirtschaftlicher Freiheit. In wirtschaftlich freieren Bundesländern sind die Bürger nicht nur im Durchschnitt wohlhabender, sie profitieren auch von einer dynamischer wachsenden Wirtschaft. Das schlägt sich auch in einer besseren Beschäftigungssituation nieder.

Publikation im Webshop: Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern 2014 (Kurzfassung hier)

Kronberger Kreis: Reformbedarf bei der Europäischen Bankenunion

Steffen Hentrich

Für den Kronberger Kreis, den wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Marktwirtschaft, ist die Idee einer Europäischen Bankenunion zwar sinnvoll, doch nur wenn neben dem Prinzip Hoffnung auch das Prinzip Haftung gilt. In der kürzlich vorgestellten Studie Europäische Bankenunion: Vom Prinzip Hoffnung zum Prinzip Haftung wird die Bankenunion hinsichtlich der Stabilität des Finanzsektors, der Abhängigkeit von Staatshaushalten und Banken, der Fragmentierung des europäischen Finanzmarktes und der Abwicklungs- und Restrukturierungsmöglichkeit von international agierenden Finanzinstituten analysiert. Obgleich generell begrüßenswert, sehen die Experten bei der Bankenunion einigen Reformbedarf. So sollten nicht nur die bestehenden Risiken von Banken künftig mit ausreichend Eigenkapital hinterlegt werden, sondern auch Staatsanleihen müssten risikogerecht mit Kapital besichert sein. Um zu vermeiden, dass die EZB im Krisenfall geneigt sein könnte notleidende Banken mit einer expansiven Geldpolitik zu stützen, müsste die Bankenaufsicht aus der EZB ausgegliedert werden. Nur so ließen sich Zielkonflikte mit dem obersten Ziel der Preisniveaustabilität hinreichend reduzieren.

Ein Jahr Groko – Stillstand und Rückschritt

Peter Altmiks

Die Urteile zum Wirken der Großen Koalition fallen überwiegend negativ aus. Der Cicero titelt „Das verlorene Jahr„. Das Institut der deutschen Wirtschaft wünscht ein Ende der Verteilungsorgie und fordert zukunftsfähige Politik ein. Das Liberale Institut äußert sich ähnlich. Es lassen sich deutliche Risse im Konsolidierungskonsens beobachten, die Gefahren für die Beschäftigung sind nicht zu übersehen, das Rentenpaket führt zu mehr sozialer Ungerechtigkeit, die Energiepolitik zementiert hohe Energiepreise sowie gefährdet die Versorgungssicherheit und die Mietpreisbremse reduziert die Anreize, Wohnungen zu bauen.

Publikation: Ein Jahr Große Koalition. Eine Bilanz und ein Ausblick, Berlin: Liberales Institut, 2014.

Nun auch Bofinger gegen EZB-Anleihenkauf

Peter Altmiks

Vorgezogene Bescherung zu Weihnachten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrates, befürchtet großen Schaden durch den geplanten Anleihekauf der EZB. Der deutsche Sparer werde belastet. Passend dazu hatte Hans-Werner Sinn vor kurzem den Verlust der Deutschen durch die Niderigzinspolitik seit 2008 auf etwa 300 Mrd. Euro beziffert. Weiterlesen