Buchempfehlungen

Die Macht der Institutionen

Auf der Suche nach der Ursache für den Aufstieg und das Scheitern von Nationen begeben sich Acemoglu und Robinson auf eine Reise rund um den Globus und quer durch die Menschheitsgeschichte. Dabei machen sie als Ursache globaler Entwicklungsunterschiede den Unterschied zwischen den existierenden politischen Institutionen aus. Während extraktive Institutionen für den Menschen Ausbeutung in engen Fesseln bedeuten, dabei jedoch auf die Dauer Kreativität und Leistungsanreize töten, gewährleisten inklusive Institutionen Rechtssicherheit und Eigentumsschutz und wecken individuelles Eigeninteresse am gesellschaftlichen Fortschritt.

Daron Acemoglu, James A. Robinson: Warum Nationen scheitern – Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, Hardcover, Preis € (D) 24,99, ISBN: 978-3-10-000546-5

Naturschutz als Ersatzreligion

Die Säkularisierung der Gesellschaft hat wenig mit dem Verlust an Glauben der Menschen zu tun, vielmehr ist sie das Ergebnis einer Verlagerung der Religiosität weg vom Monotheismus hin zu einer Verehrung eines diffusen Bildes von reiner und unveränderter Natur. Und ebenso wie Kirche und Glauben schon immer auch als Mittel zur sozialen Verortung und Abgrenzung genutzt wurde, dient die moderne Hinwendung zu allem Natürlichen als Mittel zur Demonstration der Zugehörigkeit zu einer besonderen, moralisch über anderen stehenden Gruppe der Bevölkerung. Wir retten wahlweise die Welt, unsere Kinder, die Natur und was in ihr kreucht und fleucht, ihr ignoriert sie, zerstört sie und denkt nicht an unser aller Zukunft. Und damit hat es sich auch schon in den überwiegenden Fällen mit dem Engagement für die Umwelt und die Natur. Mehr zum Buch.

Andreas Möller: „Das grüne Gewissen“. Wenn die Natur zur Ersatzreligion wird. Carl Hanser Verlag, München 2013. 261 S., geb., 17,90 Euro.

Finanzkrise klipp und klar erklärt

Wer könnte es besser als Johan Norberg! Der schwedische Historiker und Ökonom hatte schon 2001 mit seinem Buch „In Defense of Global Capitalism“ (dt. Das kapitalistische Manifest, 2003) eine faktensichere Verteidigung einer auf freien Märkten basierenden Globalisierung geliefert. In seinem aktuellen Buch „Financial Fiasco“ nimmt er sich auf gleichermaßen spannende und kenntnisreiche Weise der Finanzkrise und ihrer Ursachen an. Mehr zum Buch.

Johan Norberg: Financial Fiasco. How America’s Infatuation with homeownership and easy money created the economic crisis, Cato Institute, Washington 2009, 186 S., 21.95 $


Kritik am Lissabon-Vertrag

Die Herausgeber/Autoren des Bandes „Der Kampf um den Lissabon-Vertrag“ hatten gegen den Vertrag eine Klage beim Bundesverfassungsgericht lanciert und legen nun hier ihre Gründe dafür der Öffentlichkeit in Form einer Dokumentation dar. Mehr zum Buch

Kerber/Spethmann/Starbatty/ Graf Stauffenberg: Der Kampf um den Lissabon-Vertrag. Das Ringen der deutschen Bürgergesellschaft um die europäische Integration, Lucius&Lucius, Stuttgart 2010


Unter Linken

Jan Fleischhauers Buch bleibt  nicht bei der Aufzählung linker Klischees stehen, sondern wirft einen aufmerksamen Blick hinter die Kulissen der linken Nächstenliebe, in der man sich selbst oft der Nächste ist. Mehr zum Buch

Jan Fleischhauer: Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde, Rowohlt Verlag 2009


Zentralbanksystem abschaffen?

In dem von Peter Altmiks vom Liberalen Institut  herausgegebenen Band „Im Schatten der Finanzkrise“ werden von den Autoren unterschiedliche Aspekte der Geldpolitik analysiert. Die Beiträge werfen Schlaglichter auf die Diskussion um mögliche Alternativen zum herrschenden Zentralbanksystem. Mehr zum Buch

Peter Altmiks (Hg.): Im Schatten der Finanzkrise. Muss das staatliche Zentralbankwesen abgeschafft werden?, München 2010.


Licht ins Dunkel der Arbeitsmärkte

Nach Ansicht von Pierre Cahuc und André Zylberberg scheitert die Arbeitsmarktpolitik am mangelhaften Verständnis der Funktionsweise des Arbeitsmarktes. Grund genug, anhand einer Vielzahl empirischer Ergebnisse der Arbeitsmarktforschung etwas mehr Licht in das Dunkel der Arbeitsmärkte zu bringen. Mehr zum Buch

Pierre Cahuc/ André Zylberberg: The Natural Survival of Work – Job Creation and Job Destruction in a Growing Economy


Thatchers Aufstieg

Dies ist der erste Teil eines brillanten Opus Magnum über die ein Zeitalter prägende Premierministerin. In „The Grocer’s Daughter“ zeichnet Campbell den Aufstieg der geborenen Margaret Roberts von der Tochter des methodistischen Lebensmittelhändlers und Lokalpolitikers bis zur Machtübernahme 1979 nach. Mehr zum Buch

John Campbell: Margaret Thatcher, Volume 1: The Grocer’s Daughter


Thatchers Regierung

Campbells Biographie ist dist eine beeindruckende politische Biographie und gibt dem Leser über die Person der britischen Premierministerin hinaus eine kenntnisreiche Beschreibung einer Dekade britischer Politik, in der die Weichen neu gestellt wurden. Mehr zum Buch

John Campbell:  Margaret Thatcher, Volume 2:  The Iron Lady


Kritik am New Deal

Der Ökonom Robert Murphy vertritt in seinem Buch  die These, Roosevelt habe die „Große Depression“ nicht etwa überwunden, sondern er habe die Krise mit seinen Eingriffen in das Wirtschaftsgefüge erst zu der „Großen Depression“ gemacht, die das ganze Jahrzehnt überschattete. Mehr zum Buch

Robert P. Murphy. The Politically Incorrect Guide to the Great Depression and the New Deal, Washington 2009.


Die Hydra des Staates

Hydra ist wieder auferstanden. Sie heißt nun “(deutscher) Staat” und tritt mit der Maske des Wohltäters auf. Ihre  zwölf Köpfe versprühen das betäubende Gift der Versprechungen und Wohltaten: Zuwendungen, Steuervergünstigungen, Subventionen, Privilegien, anstrengungsloses Einkommen. Im Gegenzug will uns die moderne Hydra aber alles vorschreiben. “Die Hydra verspricht das Maximum und zerstört das Maß.” Mehr zum Buch

Paul Kirchhof: Das Gesetz der Hydra. Gebt den Bürgern ihren Staat zurück! Droemer/Knaur 2006.

Scharfsinniges Buch der Politischen Philosophie

Nozicks “Anarchy, State, and Utopia” ist aber – trotz aller Einwände – eines der gedankenreichsten und scharfsinnigsten Bücher der Politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts. Hinter John Rawls “A Theory of Justice” (“Eine Theorie der Gerechtigkeit”) muss es sich gewiss nicht verstecken. Mehr zum Buch

Robert Nozick: Anarchie, Staat, Utopia, Olzog 2006