Regierungsbildung in Griechenland

Markus Kaiser & Athanasios Grammenos

Am Dienstag (27.01.) wurde die neue griechische Regierung der linkspopulistischen SYRIZA und der rechtspopulistischen „Unabhängigen Griechen“ (ANEL) im Parlament vereidigt. Neuer Premierminister ist der erst 40-jährige Alexis Tsípras, Finanzminister wurde mit dem Wirtschaftsprofessor Yannis Varoufákis ein rigoroser Gegner der Austeritätspolitik. Einig sind sich die Links- und Rechtspopulisten in ihrer Totalopposition gegen den Sparkurs sowie in der Forderung nach einem Schuldenschnitt.

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2 Antworten zu “Regierungsbildung in Griechenland

  1. Eigentlich bezeichnend: Beide Parteien sind „Populisten“. Somit sind sie also genau das, was man in einer Demokratie erwarten sollte. Demokratie, zu übersetzen mit Volksherrschaft. Ich hoffe die Lateinkenntnisse auch im Liberalen Institut reichen um zu erkennen, das populus das Volk heißt. Entsprechend wäre populistisch als völkisch oder volksnah zu interpretieren.
    Zudem sollte man die Sprechblasenerzeuger einmal darauf hinweisen, dass jede Partei anlässlich einer Wahl sich äußerst populistisch gibt. Zugegeben, ohne es wirklich zu sein.
    Die Konsequenz daraus ist, dass die Parteien sich offensichtlich als Eigentümer dieses Landes fühlen, dass zumindest die bestimmenden ´
    Personen sich als allen Bürgern als überlegen fühlen. Genau das formulieren sie dann auch beständig, indem sie sich als „Elite“ bezeichnen und auch allzu gerne bezeichnen lassen.
    Dieser Begriff „Elite“ muss in den letzten Jahrzehnten eine Bedeutungsumkehr erfahren haben. Denn sonderliche Leistungen lassen sich in dieser Gilde nun wahrlich nicht entdecken.
    Insofern ist es interessant zu beobachten, wie sich eine von noch keiner Regierungstätigkeit beleckte Mannschaft in Griechenland verhält und ob sie es besser machen, als ihre Vorgänger. Das nicht schwer fallen dürfte, denn schlechter als die Vorgängerregierungen kann man es ja wohl kaum machen.
    Ein solches Urteil kann man natürlich auch hinsichtlich unserer Regierung fällen, deren Intellekt, gelinde gesagt, mehr als fragwürdig ist.

  2. Was halten die nicht-Populisten den Griechen entgegen ? Schulz, einen depressiven Fussbalspieler, eine sozialistische Pastorentochter, Barroso einen ehemaligen Leninisten, Junker, Draghi, Abgesandter einer bedeutenden Grossbank, einen Staatschef, den man „Pudding“ nennt? Man soll froh sein, dass neues Gedankengut in Griechenland einzieht. Was die EU wirklich moechte, ist im Film „Z“ anschaulich.

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