Ressourcen: Fluch oder Segen

Detmar Doering

Der sinkende Ölpreis macht etlichen vom Erdölexport abhängigen Ländern arg zu schaffen. Venezuela, aber auch Putins Russland fallen dazu aktuell ein. Guy Sorman zeigt in diesem Artikel für CapX, wie dieser „Fluch der Ressourcen“ mit dazu beitrug, den Untergang der Sowjetunion zu beschleunigen. Aber ist Ressourcenreichtum wirklich ein Fluch? Das, so meint er, müsse nicht sein. Eine wettbewerbsorientierte Wirtschaftsordnung und rechtsstaatliche Verhältnis könnten den Fluch durchaus zum Segen machen.

Eine Antwort zu “Ressourcen: Fluch oder Segen

  1. Ein kurzer, aber aufschlussreicher Kommentar über den Flug und Segen von Ressourcen, wobei ich den Hinweis auf die britische Politik bei der Verwertung von Nordsee-Öl nur zum Teil unterstützen kann.

    Ein Grossteil der britischen Einnahmen wurde zur Absenkung der Steuerlast der einzelnen Bürger eingesetzt. Nach der damaligen herrschenden ökonomische Theorie („Reagonomics“) sollte die Steuerentlastung zu einem Wirtschaftswachstum führen. Das hat es zwar getan, aber die lokale britische Wirtschaft war nach Jahren von Vernachlässigung durch beide Volksparteien so am Boden, dass der Konsumbedarf durch Einfuhr von Produkten gedeckt werden müsste. Zu wenig Geld wurde in der Infrastruktur, Bildung oder Forschung und Entwicklung.

    Norwegen hat eine zukunftsorientierte Politik mit der Gründung des nationalen Fonds betrieben, der in Projekten für die Zukunft des Landes investiert. Anders als in Venezuela oder in Russland haben die Norwegen weitgehend den Versuch vermieden, Projekte aus rein politischen Interessen zu finanzieren.

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