Ideologiefreie Energiepolitik

Detmar Doering

Die „Energiewende“ gilt als ein ökonomisch ausgesprochen ineffizienter Lösungsansatz. Das, so schreiben Dietrich Böcker und Dietrich Welte in der Neuen Zürcher Zeitung, habe auch etwas damit zu tun, dass es sich in Wirklichkeit um eine bloße Stromwende handle. Schlimmer noch: Der ökologische Nutzen ist gering im Vergleich zu den entstehenden Kosten. Deutschand brauche auf diesem Gebiet ein Konzept, das Energiesparen, Marktwirtschaft (wider das EEG!) und ein Gesamtsystem zum Ziel haben müsse – kurz: eine ideologiefreie Politik.

3 Antworten zu “Ideologiefreie Energiepolitik

  1. Ob Deutschland eine realitätsnähere und vernünftigere Energiepolitik verdient hat, wie die Autoren meinen, darf stark bezweifelt werden.
    Es gibt ein uraltes Sprichwort: „Dummheit muss bestraft werden“.
    Seien wir ehrlich, die Dummheit hierzulande nähert sich rapide dem Stand des frühen Mittelalters. Rationales Denken? Fehlanzeige.
    Ein Land, das sich eine Bundeskanzlerin leistet, die auf die Frage eines Journalisten, ob es denn Wege gebe, Abhörmaßnahmen zu begegnen und dabei explizit auf ihren erlernten Beruf als Physikerin angesprochen wird, schlicht erklärt: „Ich habe vor Jahren meinen Beruf gewechselt und kann Ihnen diese Frage deshalb nicht beantworten“, kann nun wirklich nicht mehr als geistig auf der Höhe bezeichnet werden.
    Mit den übrigen sogenannten „Repräsentanten“ der deutschen Politik verhält es sich ähnlich. All die, die Kompetenz haben, werden, wenn sie nicht bereit sind, ihre Kompetenz zu ignorieren, weggebissen.
    Die Energiepolitik ist ein schlagendes Beispiel dafür. Mit Rationalität, oder gar Wissen um die Sache, hat das nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun.
    Die heutigen Politiker, mit wenigen Ausnahmen, sind nicht einmal bereit, Fragen zu stellen, wenn damit ihr Verbleib in der Politik gefährdet werden könnte.
    Ich prophezeie: Dieses Land wird sehr schweren Zeiten entgegen gehen. Nicht nur in Sachen Energie, auch in nahezu allen anderen Sachfragen.
    Das, was als erstes abgeschafft gehörte ist das, was man unter „political correctness“ versteht. Der frühere Begriff war „Maulkorb“.
    Soll doch jeder sagen, was er denkt. Dann erledigen sich viele Probleme von selbst. Man muss nur in der Lage sein, Gedanken, die man für aberwitzig hält, auch argumentativ begegnen zu können. Genau das aber können sie von der irrationalen Politik heute nicht mehr erwarten. Dazu ist die geistige Qualität dieser Leute einfach zu gering, was auch ein Grund dafür sein könnte, sich selbt als „Elite“ zu bezeichnen und zu betrachten, wissend um die eigene Inkompetenz.
    Zur Elite unseres Volkes gehörten Größen wie Planck, Enstein, Heisenberg, Mössbauer etc. um nur die zu nennen, die bereits tot sind und die Lebenden nicht zu klassifizieren. Unsere Polit-Clique gehört aber ganz sicher nicht dazu.

  2. Erst wenn die Soziologen alle aus den Energie-politischen Schluesselpositionen vertrieben sind und durch Ingenieure ersetzt sind, dann kommt die Ratio in die Entscheidungen in Deutschland zurueck.

  3. Ich habe den Eindruck, Vernunft hat mit Politik nichts gemeinsam. Das bedeutet, eine vernünftige Politik ist ein Widerspruch in sich. Wenn man dann noch nach der Fachkompetenz unserer Politiker sucht, Fehlanzeige. Das passt genau in das Bild, das das Ausland von uns hat.

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