Klimapolitik oder das Ende des rationalen Umgangs mit der Umwelt

Steffen Hentrich

Unter dem Titel Hot Stuff, Cold Logic hat der niederländische Umweltökonom Richard Tol einen exzellenten Kommentar zur aktuellen Klimapolitik veröffentlicht. Er zeigt, dass die Forderung nach radikalen Klimaschutzmaßnahmen wissenschaftlich nicht begründbar sind, auch nicht mit dem Rückgriff auf die Veröffentlichungen des IPCC. Vielmehr beansprucht die Klimapolitik dieselben Ressourcen, die den Menschen eine Anpassung an den Klimawandel, der per se weder gut noch schlecht ist, ermöglichen. Ineffizienter Klimaschutz, also genau das, was von vielen Umweltaktivisten und -politikern heute gefordert und gefördert wird, richtet mehr Schaden als Nutzen an, weil es den Menschen Optionen nimmt, sich auf die wichtigsten Probleme der Entwicklung zu konzentrieren. Vor allem die Menschen in den ärmsten Ländern leiden darunter, dass ihnen die Klimapolitik die Zukunft verspricht, gleichzeitig aber die Gegenwart nimmt.

2 Antworten zu “Klimapolitik oder das Ende des rationalen Umgangs mit der Umwelt

  1. Der Mensch hat es ins All geschafft und wird den Untergang seiner Zivilisation doch nicht verhindern können, sagen Forscher im Auftrag der NASA.
    Alle Modelle, die die NASA-Forscher durchspielten, prophezeien den Untergang der Zivilisation. Berücksichtigt wurden Faktoren wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch und Bevölkerungswachstum.
    Das Modell „Menschheit“ hat ausgedient, jetzt ist es amtlich. Unvermeidlich sei der Untergang unserer Zivilisation, egal welchen Weg wir beschreiten, so sagt es eine von der NASA veröffentlichte Studie voraus. Der Grund für diese aussichtslose Lage liegt nicht im Verhalten bestimmter Personengruppen sondern in der Natur unserer Gesellschaft, sagen die Forscher und vergleichen die heutige Situation mit frühen Zivilisationen, die untergingen.
    Hochkulturen gingen immer unter
    „Der Prozess des Aufstiegs und Kollapses ist ein immer wiederkehrender Prozess wie die Geschichte zeigt“, heißt es in der Forschungsarbeit, die vom NASA Goddard Space Flight Center finanziert wurde. Für die interdisziplinäre Studie arbeiteten Mathematiker, Soziologen und Ökologen zusammen. Auch sehr hoch entwickelte Kulturen waren demnach immer wieder stark anfällig für existenzielle Krise.
    „Der Niedergang des römischen Reiches und die einst ähnlich weit entwickelten Dynastien von Han, Maurya und Gupta sowie die mesopotamischen Hochkulturen sind Beispiele für die Tatsache, dass hoch entwickelte, fortschrittliche, komplexe und kreative Zivilisationen sowohl zerbrechlich als auch nicht von Dauer sind“, heißt es in der Studie.
    Fünf Faktoren wirken fatal zusammen
    Fünf Risiko-Faktoren für den Kollaps der menschlichen Zivilisation haben der Mathematiker Safa Motesharrei und sein Team ausgemacht. Die Analyse der Entwicklung von Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch gibt Rückschlüsse auf die Stabilität unseres Wohlstandes.
    Wenn diese fünf Faktoren so zusammenwirken, dass zwei bestimmte Entwicklungen einsetzen, ist der Kollaps unausweichlich.
    Diese beiden Entwicklungen sehen die Forscher als bereits eingetreten an: die Überlastung der Ökosysteme durch zu hohen Verbrauch der globalen Ressourcen bei gleichzeitiger Aufspaltung der Gesellschaft in reiche Eliten und den armen Rest.
    Beim Untergang aller großen Hochkulturen in den letzten fünftausend Jahren haben diese beiden Dynamiken eine zentrale Rolle gespielt.
    Letztes Jahr nutzte der Mensch mehr Ressourcen als auf der Erde nachwachsen. Auch die Ungleichverteilung der vorhandenen natürlichen Güter nimmt weltweit zu.
    „Der angehäufte Überfluss ist in der Gesellschaft nicht gleich verteilt und wird stattdessen von einer Elite kontrolliert.
    Der Großteil der Menschen, der den Wohlstand produziert, bekommt nur den Bruchteil von dem, was die Elite bekommt“, heißt es in der Studie, wobei mit Elite die westlichen Industriestaaten gemeint sind.
    Technologischer Fortschritt wird uns nicht retten.
    Die Studie befasst sich ebenfalls mit dem Argument, der technologische Fortschritt könnte diese Probleme durch gesteigerte Ressourcen-Effizienz lösen. Dem halten die Forscher entgegen: „Technologischer Fortschritt kann die Effizienz in der Ressourcen-Nutzung steigern. Aber er steigert ebenfalls die Ressourcennutzung durch diejenigen, die Kapital besitzen und erhöht damit wieder den Verbrauch von Ressourcen durch diese Elite.
    Wenn die Politik nicht einschreitet, kompensiert das die Einsparung an Ressourcen durch den technologischen Fortschritt.“
    Zusammenbruch der Zivilisation unvermeidlich
    Ausgehend von verschiedenen Modellen kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der Zusammenbruch unserer Kultur kaum zu vermeiden ist und warnt: „Während einige in der Gesellschaft darauf hinweisen, dass wir auf einen Kollaps zusteuern und grundlegende Veränderungen einfordern, um das Schlimmste zu verhindern, sind es die Eliten, die genau diese Veränderungen verhindern.“
    Trotz ihrer düsteren Prognose betonen die Forscher, dass der Versuch, den Kollaps zumindest hinauszuzögern dringend unternommen werden sollte. Die notwendigen Maßnahmen dafür geben sie der Menschheit mit an die Hand: sparsamer mit den natürlichen Ressourcen umgehen, alternativen Quellen nutzen und die Ressourcen fairer unter allen gesellschaftlichen Schichten verteilen.
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/n24-netzreporter/d/4455836/die-menschheit-ist-am-ende.html

  2. Ich bekenne, ich bin Atheist. Dennoch ist es immer wieder nützlich und interessant, z.B. in der Bibel zu lesen. Das Zusammenbrechen vieler Kulturen, vor allem der Hochkulturen, die Herr Püttner anspricht, Mesopotamien und vor allem auch Rom und auch Griechenland, war Folge einer Vermischung. In der Bibel wird der Turmbau zu Babel erwähnt, der am Sprachengewirr scheiterte. Diese Kulturen der Sumerer, Assyrer etc. scheiterten an den Reibungen der vielen Ethnien, die sich infolge der Eroberungen ergaben. In Rom war es ebenso. Im Rom der ausgehenden Republik und der beginnenden Kaiserzeit hatte sich eine vollständige Abhängigkeit von den eroberten Provinzen ergeben. Die Armee bestand im wesentlichen aus den sogenannten Hilfsvölkern. Die Römer selbst waren nicht bereit, sich einzusetzen. Nur noch wenige der späteren Kaiser waren tatsächlich Römer.
    Man kann sagen, dass die meisten der wirklichen Hochkulturen an der Überfremdung gescheitert sind. Die übrigen waren dann irgendwann dem Anrennen der konkurrierenden Völker nicht mehr gewachsen.
    Man darf dabei nicht die Rolle der jeweiligen Religionen verkennen, die, solange sie von den jeweiligen Völkern ernst genommen und gelebt wurden, die stärksten Antriebsfedern für die anrennenden Völker waren.
    Heute kann man die Thesen der NASA durchaus unterstützen, vor allem, soweit es das Bevölkerungswachstum angeht.
    Da der Planet Erde nun einmal vor allem hinsichtlich der Ressourcen begrenzt ist, muss es für jeden klar sein, dass dieses Wachstum das größte Problem ist. Alle weiteren Probleme, die wir heute zu erkennen glauben, hängen davon ab. Sei es Klima, seien es die Ressourcen, seien es die Glaubensbekenntnisse.
    Das, was wir in den letzten Jahrzehnten erleben konnten an Konflikten und Kriegen, sind doch schon Verteilungskriege.
    Es war doch für jeden offensichtlich, dass der Irak-Krieg ein Krieg ums Öl war, und zwar nicht nur um das Öl aus dem Irak. Es ist doch jedem offensichtlich, dass der Ukraine-Konflikt demselben Zweck dient. Es geht darum, Russland aus dem Mittelmeerraum zu verdrängen, also den Hafen Sewastopol aus dem Bereich herauszulösen.
    Ein anderes Interesse an der Ukraine kann niemand der Parteien haben. Was will die EU mit diesem im wahrsten Wortsinne kaputtem Land? Landwirtschaft? Ist doch seit vielen Jahren ein Riesenproblem der Europäer, schon lange vor der EU. Schwerindustrie? Dasselbe Problem. Warum wurden denn die Kontingentierungen des Stahls in Europa seinerzeit eingeführt?
    Für Russland hat das Land einen hohen Stellenwert allein wegen des angesprochenen Hafens Sewastopol, der ihm das Mittelmeer als Einflussbereich sichert. Nur muss Sewastopol natürlich auch für sie ungefährdet versorgt werden können. Das aber geht nur über die Ukraine.
    Damit zeigt sich, dass die Ukraine für Russland einen hohen Stellenwert hat, für den es gerne die damit verbundenen Schwierigkeiten, die dieselben sind, wie sie auch die EU zu verkraften haben wird, wenn dieses Land aufgenommen werden sollte, auf sich nimmt.
    Für die USA ist das Interesse dem von Russland vergleichbar, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Für sie ist wichtig, Russland aus dem Mittelmeer zu verdrängen. Nur so können sie ihre völlige Handlungsfreiheit dort aufrecht halten. Dies war ihnen durch die russischen Kriegsschiffe aufgezeigt worden, als sie gerade im Begriffe waren, das Bombardement Syriens zu beginnen.
    An diesen, im Grunde völlig verfehlten Beweggründen aller Parteien, werden sie letztlich auch alle scheitern.
    Zu einem kriegerischen Konflikt zwischen Russland und USA wird es kaum kommen. Beide Parteien wissen seit der Kuba-Krise, dass ein solcher Konflikt auch der letzte sein würde, den sie haben könnten.
    Das, was derzeit abläuft, ist der Versuch, den Konflikt auf der Stellvertreterebene abzuwickeln.
    Das wird deutlich durch die von westlicher Seite vorgetragenen Provokationen durch Polen, die baltischen Staaten, die sich angeblich bedroht fühlen. Das NATO-Bündnis kann sicher sein – und das weiß man dort natürlich auch – dass Russland keinen Angriff auslösen wird, der den Bündnisfall auslösen würde. Grund, siehe oben.
    Anders sieht es aus, wenn seitens der EU Maßnahmen ergriffen werden, die Russland als Angriff ansehen könnte. Solche Angriffe würden den NATO-Fall nicht auslösen und die USA würden auch auf keinen Fall auch nur einen Finger krümmen. Grund: siehe oben.
    Somit entpuppt sich das, was man zur Zeit ablaufen lässt, als eine riesige Farce.
    Für die USA kommt noch ein weiterer Beweggrund hinzu. Solange sie den Dollar als Leitwährung halten können, können sie Geld nach Belieben drucken. Was sie ja auch getan haben und weiterhin tun. Jeder Ökonom weiß, dass der größte Teil der die Welt flutenden Dollars lediglich Papier ist, ohne jede Werthaltigkeit.
    Um aber den Dollar zu halten, liegt das Hauptinteresse darin, möglichst viele Konflikte herzustellen. Für die Steuerung dieser Konflikte unterhalten sie eine riesige Armee mit derzeit über 1,4 Millionen Soldaten. Mit dessen Hilfe können sie sowohl ihre Verbündeten, aber auch ihre Geschäftspartner, Sicherheitsversprechen machen und sie bei der Stange halten.
    Mit der EU und deren Euro hatte das noch ganz gut geklappt. Nachdem aber auch die sogenannten BRIICS-Staaten einen ähnlichen Weg einschlagen, wird es gefährlich. Reaktion ist logisch die, die wir heute sehen.
    Ein Beleg dafür ist der Euro. Wenn diese Einheitswährung einen Sinn haben sollte, dann doch vor allem den, den Außenhandel weitestgehend auch über diese Währung abzuwickeln. Das aber passierte nicht und passiert nicht. Nach wie vor hängt auch der EURO am Dollar. Ob das aber Staaten wie China, Russland, Indien etc. auch auf Dauer tun werden, ist eher unwahrscheinlich.
    Da werden auch alle Destabilisierungsversuche, wie sie z.Zt. hier durchgeführt werden, z.B. durch die Etablierung weiterer Religionen, weiterer Fremdkulturen etc. zu den Ergebnissen führen, die wir aus der Geschichte Mesopotamiens oder Roms und anderer bereits hinreichend kennen.
    Fazit: Menschen leben auch heute immer noch im Denken des 3. Jahrtausends vor Christus, sie sind offenbar lernresistent.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s