Funktionieren Japans Reformen?

Detmar Doering

Mit der Ankündigung eines“Abenomics“ titulierten Reformpakets wollte die Regierung Abe in Japan die lange wirtschafliche Stagnationsphase des Landes beenden. Dieses Paket bestand primär aus einer keynesianisch begründeten Politik der staatsfinanzierten Ankurbelung der Wirtschaft (demand side) und Maßnahmen zur Verbesserung der Angebotsseite (supply side), etwa durch mehr Altersarbeit und die verbesserte Einbeziehung von Frauen in den Arbeitsmarkt.

Die erste Komponente der Ankurbelung hat (wie irgendwie zu erwarten war) kaum mehr als ein kurzes Konjunkturstrohfeuer entfacht. Offensichtlich ist dieses Instrument nicht geeignet, die Strukturprobleme, die sich aus Finanzkrise und demographischer Entwicklung ergeben, zu lösen.

Die andere Komponente der Arbeitsmarktliberalisierung ist im politischen Prozess stecken geblieben und harrt der Realisierung. Solange dies so ist, schreibt Kenneth Rogoff in diesem Beitrag für Project Syndicate, müsse dauerhaftes Wohlstandswachstum ausbleiben. Im internationalen Vergleich sei Japan eher ein wirtschaftlicher Verlierer.

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