Das EEG ist kein Innovationsmotor

Steffen Hentrich

Gemessen an der Patentierung neuer Verfahren im Bereich der erneuerbaren Energieträger war die Förderung der erneuerbaren Energieträger durch das EEG kein nachweisbarer Innovationsmotor. Dieses Ergebnis einer empirischen Studie eines Autorenkollektivs unter der Leitung des Oldenburger Ökonomieprofessors Christoph Böhringer steht im Gegensatz zu den immer wieder zu hörenden Behauptungen, wenn das EEG schon nicht das Klima schützt, dann würde es wenigstens die Innovationskraft der Energiewirtschaft anregen. Die Wissenschaftler ermittelten einen positiven, aber insignifikanten Einfluss der EEG-Förderung auf die Anzahl der Patente im Bereich der Photovoltaik, der Windenergie und der Geothermie, aber auch einen signifikant negativen Einfluss auf die Patenteinreichung bei der Energienutzung aus Biomasse und der Wasserkraft. Nach Ansicht der Wissenschaft mag das EEG inkrementelle Innovationen fördern, die sich nicht in Patentanträgen niederschlagen. Für riskantere Schlüsselinnovationen bestehen geringere Anreize, da sich die EEG-Förderung an den Durchschnittskosten bestehender Technologien ausgerichtet, es also hinreichend ist vorhandenes weiterzuentwickeln. Risikoreiches Neuland zu betreten wird dagegen nicht besonders entlohnt.

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