Gefährliches Fracking

Detmar Doering

Durch „Fracking“ gewonnenes Schiefergas könnte Energie billiger und die Abhängigkeit von Russland gemindert werden. Aber „Fracking“ ist eine neue Technologie und weckt deshalb hierzulande natürlich Ängste – wie das halt so immer der Fall. Schon fürchtet man, dass bald das Trinkwasser aus dem Wasserhahn in Flammen aufgeht. Überraschenderweise hat nun ausgerechnet das ARD-Politmagazin einen Beitrag gebracht, der einige der Vorurteile einer kritischen Analyse unterzieht.

2 Antworten zu “Gefährliches Fracking

  1. Frau Krautzberger vom UBA hat Soziologie und Verwaltungswissenschaften studiert, die Umweltministerin ist ähnlichen Kalibers. Wie ist es möglich, dass Inkompetenz in solch wichtigen Fragen die Führung übernimmt? Möglicherweise ist die Erklärung die, dass Inkompetenz geradezu politisch zur Führung qualifiziert. Sparen wir uns den Nachweis.

  2. Es lohnt sich immer zu fragen, wem derartige Kampagnen nützen, schließlich benötigt man für ihre Durchführung eine gute Organisation und eine Menge Geld.

    Merkwürdiger weise wird nie thematisiert, wer vor Ort eigentlich etwas von der Gewinnung von Bodenschätzen hat:

    Die Grundbesitzer sind es nicht, sie müssen sich mit einer mickrigen Nutzungsentschädigung zufrieden geben, während der Staat den Förderzins einsteckt, denn alles was unter der Erde liegt gehört dem Staat. Logisch, dass die Betroffenen sich wehren, und sei es mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten. Dazu kommen naturgemäß alle jene, die ihre Geschäftsmodelle von billiger Energie gefährdet sehen. In beiden Fällen kommt die machtvolle Agrarlobby ins Spiel.

    Das ist in den USA insofern anders, als dort die die unmittelbar betroffenen Grundbesitzer ein starkes Interesse an der Nutzung dieser Technologie haben. Der Förderzins gehört ihnen.

    Angenommen, Windenergie wäre weit günstiger als jede andere Form der Energiegewinnung, der Staat sieht ein öffentliches Interesse an ihrer Nutzung, verpflichtet Grundeigentümer, die Errichtung von Windrädern zu dulden, streicht die Gewinnen aber selbst ein, weil der Wind ja schließlich den Eignern der Grundes nicht gehört – was meinen Sie, wie viele Windräder es gäbe?

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