Was bedeutet Liberalismus?

Peter Altmiks

Unter dieser Frage erschien kürzlich auszugsweise der Text der Rede von Mario Vargas Llosa auf dem Lindauer Treffen der Nobelpreisträger in einer regionalen Tageszeitung. Vargas Llosa geht in seiner Rede auf die unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes „liberal“ ein und benennt wichtige Elemente eines umfassenden Freiheitsbegriffs. Der Liberalismus sei keine Ideologie, sondern eine offene, entwicklungsfähige Lehre, die sich in die gegebene Realität einbringe, statt der Realität selbst Veränderungen aufzuwingen.

Zu Vargas Llosas Freiheitsbegriff gehören Bürgerrechte und wirtschaftliche Freiheit. Er betrachtet die Freiheit als Grundwert, die auf Privatbesitz und Rechtsstaatlichkeit basiert. Dieses System garantiere ein Minimum an Ungerechtigkeit und ein Maximum an materiellem und kulturellem Fortschritt, es beuge am wirksamsten der Gewalt vor und verschaffe den Menschenrechten die größte Achtung.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht mehr die Ideologie der Revolution, sondern der Populismus das Haupthindernis des Fortschritts in Südamerika. Vargas Llosa beschreibt den Populismus als eine demagogische Sozial- und Wirtschaftspolitik, welche die Zukunft eines Landes einer vergänglichen Gegenwart opfert. Argentinien sei ein besonders schlechtes Beispiel dafür.

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