Protektionismus für den Sonnenkönig

Steffen Hentrich

Nicht nur in Europa hat es die Solarindustrie geschafft ihren Anteil an staatlichen Subventionen durch Protektionismus zu vergrößern. Auch in den USA werden auf Betreiben des deutschen Herstellers SolarWorld die Zölle für Solarmodule chinesischer Hersteller erhöht. Begründet werden diese Handelsbarrieren mit Subventionen der chinesischen Regierung für die einheimischen Hersteller. Tim Worstall kann sich in seiner Forbes-Kolumne SolarWorld wins, Americans lose über eine derart absurde Begründung nur wundern, baut doch die ganze Industrie nur auf eine massive Subventionierung der Nutzung von photovoltaisch erzeugtem Strom auf. Zudem könne die amerikanische, ebenso wie die Wirtschaft der EU-Mitglieder froh sein, dass der chinesische Staat mit Subventionen dafür sorgt, dass der Solarstrom dank sinkender Modulpreise nicht noch üppiger gefördert werden muss. Das ficht die Protagonisten der heimischen Solarindustrie jedoch nicht an, denn schließlich gilt es riesigen Vermögen in Form von Schlössern und schnellen Autos zu finanzieren. Erst vor einigen Tagen berichtete die ARD über die staatlich üppig geförderte Prunksucht des SolarWorld-Chefs Frank Asbeck. Dabei kommt der Wettbewerb nur in die Quere, schließlich bleibt von den Solargewinnen umso mehr beim Modulanbieter hängen, je geringer das Angebot und je höher die Preise der Solarmodule sind. Dank der Energiewende und protektionistischer Industriepolitik bekommen nur ein paar klevere Lobbyisten ein Platz an der Sonne. Der Rest steht als Zahlmeister im Regen. Zum Glück wird die Einfuhr billiger Regenschirme aus Fernost noch nicht mit ähnlich hohen Zöllen belegt.

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