Energiepolitik: Alles gleichzeitig geht nicht

Gérard Bökenkamp

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hat Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) aufgebrachten Bürgern zugesagt, das Stromtrasse von Halle nach Augsburg werde nicht kommen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht das Problem darin, dass mit dieser Aussage der Trassenbau grundsätzlich von politischen Kriterien abhängig gemacht werde und die eine Einladung an andere Trassengegner sei, sich ebenfalls dagegen zu stellen. Wie unter solchen Umständen der Ausbau gelingen kann und die Ziele der Energiewende erreicht werden können, ist eine offene Frage. Es zeigt sich aber auch an diesem Fall, dass man schwerlich alles haben kann: Ausstieg aus der Kernenergie, Abschied von fossilen Energieträgern, Umstellung auf Sonne und Wind, niedrige Strompreise, der Erhalt von Arbeitsplätzen in der energieintensiven Industrie und die Erhaltung des Landschaftsbildes in der heutigen Form – Es ist nicht möglich, das alles gleichzeitig zu erreichen.

2 Antworten zu “Energiepolitik: Alles gleichzeitig geht nicht

  1. Letztlich ist es völlig unerheblich, ws mit der sogenannten Energiewende passiert.
    Der Autor mag besser die Frage beantworten, ab wann man sich Gedanken macht, das Bevölkerungswachstum zu beenden.
    Da bislang nicht abzusehen ist, dass die Menschheit binnen der nächsten fünfhundert Jahre ausgestorben sein wird, geht es ganau um dieses Problem und NUR um dieses Problem.
    Bei einem Wachstum von derzeit immer noch 1,8 % pro Jahr, ist das eine Verdoppelung inert 50 Jahren. In hundert Jahren als eine Vervierfachung der heutigen Zahl.
    Da man ja heute die Energieprobleme beklagt, und diese Klagen auf die Umweltbeeinflussung durch die Energiegewinnung über fossile Energieträger stützt, ist davon auszugehen, dass innerhalb dieser Zeit zumindest dieses Problem sich von selbst gelöst haben wird. Es wird sie nicht mehr geben.
    Es zeigt sich, dass die immer wieder bemühte „Verantwortung“ der Politiker eine bloße Floskel ohne jeden Hintergrund ist. Sie trahgenm keine Verantwortung, außer die für sich selbst.
    Es würde mich interessieren, Herr Bökenkamp, wie Sie zum einen die Bevölkerung dieses Planeten in 500 und mehr Jahren sehen und wie Sie die Ernährungsfarge und die der dazu notwendigen Energiebeistellung sehen.
    Ich bin gespannt.

  2. Pingback: 5 vor 10: WTO, Energiepolitik, Argentinien, Russland, Urlaub | INSM Blog

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