Enttäuschung auf hohem Niveau

Steffen Hentrich

Gerade hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Zwischenbericht zu den Millenniumszielen vorgelegt und kann von beachtlichen Erfolgen berichten. Gegenüber 1990 leben 700 Millionen Menschen weniger in extremer Armut, im Kampf gegen Malaria und Tuberkulose zeigen sich Erfolge, für 2,3 Milliarden Menschen wurde der Zugang zu verbesserter Trinkwasserversorgung Wirklichkeit und die Mütter- und Säuglingssterblichkeit hat sich deutlich vermindert. Wirklich ein Grund zur Freude. Bei den Klimarettern hält sich die Begeisterung allerdings in Grenzen, dort meint man das wäre ja nur „statistisch“ eine Verbesserung, weil es „keinerlei Erfolge bei den Treibhausgasen“ gäbe. Als Kronzeuge für diese Unterlassungssünde wird der Präsident des Inselstaates Kiribati im Pazifik Anote Tong zitiert. Er wüsste wegen der auf  fossilen Energien gegründeten „ökonomischen Explosion“ bald nicht mehr wohin mit den 100.000 Einwohnern seines Inseln, wenn diese untergehen. Es ist wirklich unerfreulich, dass man den Einwohnern auf einer Handvoll Pazifikinseln einen solchen Schreck einjagt, bloß um der Armut und dem Elend auf dem Globus ein Ende zu bereiten. Ein Trost gibt es für die Klimaretter: Bislang versinken die Inseln nur in den Klima-Modellen, in der Realität, so der neuseeländische Meeresforscher Paul Kench, gewannen die drei am dichtesten besiedelten Inseln Kiribatis Betio, Bairiki und Nanikai zwischen 12,5 und 30 Prozent an Fläche hinzu. Mit dem Umsiedeln können sich die Inselbewohner also noch etwas Zeit lassen und zumindest bis dahin kann auch der Wohlstand der Menschheit noch weiter anwachsen.

Eine Antwort zu “Enttäuschung auf hohem Niveau

  1. Wie kann es sein, dass ein paar (sic!) Diletanten aus der schreibenden Zunft einem halbwegs aufgeklärtem Publikum weiszumachen versuchen dass eine Atollgruppe deren Bestehen dem lebenden Korallenuntergund gezollt ist, wegen eines wie auch immer (sofern er denn existent sein sollte) postuliertem Meeresspiegelanstiegs unter Meeresniveau absinkt ?
    Wurde jemals ein Faktencheck durchgeführt, wurde die Schreibstube jemals verlassen, wurde jemals mehr getan als eilne zugeleferte Vorlage zu frisieren ? Inseltypen dieses Schlages “gehen nicht mal eben wegen 10 cm Meeresansteig unter, sie gehen nicht einmal wegen Meeresspeigelanstiegs von über 100 Metern unter (wie nach dem letzen Galzial vor wenigen tausend Jahren) … denn sie Wachsen, sind lebende Gebilde. Einge Vergehen sicherlich – der Gründe gibt es viele … Ein (vermeintlich menschgemachter) Meeresspiegelanstieg gehört ganz sicher nicht dazu.
    Für unsere Sensationspresse: Die Kiribatimeldungen sind wirklich ein Skandal – allerdings anders als sie denken. Und die ach so demokratiefördernde Presse steht im direkten Fokus des Skandals.

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