Bürgerkrieg und Marktwirtschaft

Detmar Doering

Die Ursachen für Bürgerkriege sind vielfältig. Kaum zu bestreiten ist indes, dass fast immer ökonomische Aspekte eine Rolle spielen. Diese Erkenntnis kann dazu beitragen, Strategien zur Vermeidung zu entwickeln. Eine davon ist die wirtschaftliche Liberalisierung. Die These, dass offene Wirtschaften weniger kriegsanfällig sind, ist schon recht alt. John Stuart Mill verfocht sie im 19. Jahrhundert, Autoren wie Norman Angell im 20. Offenbar lässt sie sich nun auch in Bezug auf Bürgerkriege statistisch erhärten. Indra de Soysa and Krishna Chaitanya Vadlamannati haben in dieser Studie des Fraser Institutes die nötigen Daten zusammengetragen. Fast immer, so argumentieren sie, seien es kleptokratische Regime, in denen politische Macht verfestigte Privilegienstruktiuren etablierten, die Konflikte auf der Mikroebene eskalieren ließen. Das Gegenmittel sei eine rechtsstaatlich eingebettete Marktwirtschaft.

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