TTIP: Verbraucherschützer sehen auch Chancen

Gérard Bökenkamp

Neben den Schiedsgerichten, die auf starke Ablehnung gestoßen sind,  ist der Verbraucherschutz einer der größten Kritikpunkte am Freihandelsabkommen mit den USA. Das berühmte „Chlorhühnchen“ hatte für viel Aufregung gesorgt. In den USA werden Hühnchen durch ein Chlorbad keimfrei gemacht.Nach Ansicht der Verbraucherschützer ist dieses Problem allerdings nicht zentral, da auf dieselbe Weise in Europa auch der Salat behandelt werde und keine Gesundheitsgefährdung davon ausginge.

Wie der Tagesspiegel berichtete, hat der Bundesverband der Verbraucherschützer daher keine grundsätzlichen Vorbehalte gegen das Freihandelsabkommen, da in einigen Bereichen der Verbraucherschutz in den USA höhere Ansprüche stellt als in Deutschland. Dazu gehören die Bereiche Fleischkennzeichnung, Kalorienangaben und Finanzmarktregulierung. Die Verbraucherschützer haben deshalb vorgeschlagen, sich auf den jeweils höheren Standard zu einigen.

Ein Problem bestehe darin, dass in den USA das Prinzip der „Nachsorge“ vorherrsche, und in der EU das Prinzip der „Vorsorge.“ Der Verbraucherschutz in den USA übe Druck auf die Unternehmen aus, in dem es die Möglichkeit hoher Schadensersatzforderungen einräumt.

Eine Antwort zu “TTIP: Verbraucherschützer sehen auch Chancen

  1. Die liberale Lösung wäre: Pflicht zur deutlichen Herkunftsangabe und den Verbraucher dann selbst entscheiden lassen, ob er das Produkt will oder nicht.

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