Risiken für die deutsche Finanzstabilität

Gérard Bökenkamp

Der Ausschuss für Finanzstabilität der mit Inkrafttreten des Finanzstabilitätsgesetzes am 1. Januar 2013 geschaffen wurde, hat seinen ersten Bericht vorgelegt. Der Ausschuss kommt zwar zu dem Schluss, dass sich die Lage stabilisiert habe, aber immer noch einige akute Risiken bestehen. Dazu gehören Forderungen gegenüber Schuldnern aus Ländern, die von der Eurokrise besonders stark betroffen sind, außerdem Forderungen für die Finanzierung von Schiffen und ausländischen Gewerbeimmobilien. Wegen der Niedrigzinspolitik kämen Lebensversicherungsunternehmen verstärkt unter Druck und aufgrund derselben Politik seien möglicher Weise auch in Zukunft eine „sich selber verstärkende Preisspirale“ im Bereich der Wohnimmobilien zu erwarten. Deutsche Banken weisen noch immer Forderungen gegenüber Griechenland, Irland, Portugal, Zypern, Spanien und Italien in der Größenordnung von 221 Milliarden Euro aus. Die Versicherer halten noch immer Forderungen gegenüber diesen Ländern im Umfang von 136 Milliarden Euro.

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