Warum Energieeffizienzpolitik ineffizient ist

Steffen Hentrich

Erst kürzlich hatte ich auf diesem Weblog den Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Gabriel, der Erhöhung der Energieeffizienz in der europäischen Energiepolitik mehr Gewicht zu verschaffen, kritisiert. Kern dieser Kritik war die Gefahr der Ineffizienz durch Ignoranz gegenüber den Marktkräften und der sehr indirekten Wirkung hinsichtlich der Reduzierung von Treibhausgasen. Beide Argumente greift auch der kanadische Umweltökonom Ross McKitrick in seiner Kurzkritik What’s wrong with energy conservation? auf. Er erläutert anhand numerischer Beispiele, dass Unternehmen, die aufgrund der Preisverhältnisse auf den Faktormärkten zu einem kostenminimalen Faktormix gefunden haben, durch staatliche Energieeffizienzauflagen zwar Energie einsparen können, aber gleichzeitig zu einem Mehreinsatz substitutiver Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital, etc.) gezwungen werden, was deren Gesamtkosten erhöht und damit ineffizient ist. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass die Faktorpreise die Belastung der Umwelt nur unzureichend widerspiegeln, wäre eine Korrektur dieser Preissignale einer detaillierten Vorgabe von Energieeffizienzstandards vorzuziehen.

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