Mindestlohn: 50.000 Taxifahrer könnten ihre Arbeit verlieren

Gérard Bökenkamp

Der Taxidachverband sieht jeden vierten der 200.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Wie die Tageszeitung taz berichtet, sind schon die ersten Kündigungen wegen der Einführung des Mindestlohnes von 8,50 ausgesprochen, damit die langfristigen Kündigungsfristen eingehalten werden können. Um einen Mindestlohn von 8,50 zu erwirtschaften müssten Taxifahrer einen Umsatz von mindestens 21 Euro pro Stunde erwirtschaften. Das sei selbst in Großstädten wie Berlin schwierig. Hier machen die Fahrer in der Regel einen Umsatz von 14 Euro in der Stunde.

Ohne Preiserhöhungen wäre die notwendigen Einnahmen für einen  Mindestlohn für Taxifahrer von 8,50  kaum zu erreichen. In der Branche wird bezweifelt, dass die Kunden die notwendigen Preiserhöhungen von 25 Prozent und in einigen Fällen von bis zu 70 Prozent mittragen. Der Taxidachverband versucht deshalb einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Ver.di auszuhandeln. Bis 2017 gilt der Mindestlohn nicht, wenn ein gültiger Tarifvertrag vorliegt, der eine Entlohnung unterhalb des Mindestlohns vorsieht.

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