Gehören Freiheit und Wohlstand zusammen?

Steffen Hentrich

Letzte Woche hat das Forschungsinstitut für Philosophie der Universität Hannover die Philosphin Ekaterina Poliakova und mich eingeladen die Frage „Gehören Freiheit und Wohlstand zusammen?“ pro und contra zu diskutieren. Während Frau Poliakova, dass die Vorstellung, Freiheit und Wohlstand gehörten zusammen, eine gefährliche Illusion sei, weil einem starren Wohlstandsbegriff sehr leicht die Menschenrechte geopfert würden, argumentiere ich, dass Wohlstand ohne Freiheit nicht denkbar ist, Freiheit sich jedoch nicht allein auf demokratische Mitspracherechte beschränken ließe. Wohlstand gibt es nur, wenn auch die ökonomische Handlungsfreiheit des Menschen gewährleistet ist, er als Individuum einen hinreichenden Schutz  vor dem Zugriff durch politische Mehrheitsentscheidungen genießt. Politische Partizipation und demokratische Entscheidungen sind daher zwar eine notwendige, jedoch keine hinreichende Bedingung für Wohlstand und den Schutz der Freiheit jedes einzelnen.

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