Johnsons Erbe

Detmar Doering

Heute vor 50 Jahren, am 22. Mai 1964, verkündete der neu gewählte amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson sein neues Programm, das als „The Great Society“ in die Gechichte einging. Mit diesem umfangreichen staatlichen Förderprogramm versuchte Johnson, die Rassendiskriminierung zu beenden und so etwas wie einen Sozialstaat einzuführen (der allerdings – entgegen dem Vorurteil, dass in den USA nur der unbeschränkte Kapitalismus herrsche – in Teilen schon seit dem New Deal der 30er Jahre bestand). Nicholas Eberstadt vom American Enterprise Institute würdigt das Ereignis in diesem Beitrag (Kurzfassung hier). Tatsächlich habe das Programm viel zur Abschaffung von Diskriminierung und zur Bekämpfung schlimmer Formen von Arbeit erbracht, so sein Fazit. Aber es gebe auch negative Auswirkungen, die bis heute fortwirken. Arbeit werde verdrängt, große Teile der armen Bevölkerung verharrten in Abhängigkeit von Transfers und die Familie sei als Institution unterminiert worden. Bis heute präge „The Great Society“ die Debatte um das Ausmaß von Staatstätigkeit und das Gesellschaftsbild in den USA.

Eine Antwort zu “Johnsons Erbe

  1. Klaus Füßmann

    Ein Bürgerrechtler aus Texas, wer hätte das gedacht? Leider hat die Entwicklung des Vietnam-Krieges all seine Schaffenskraft erlahmt. Auf jeden Fall hat er mehr politische „Potenz“ gehabt als sein mythisch verklärter Vorgänger !

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