Der Bär beschenkt den Drachen – Russland bindet sich enger an den großen Nachbarn China

Armin Reinartz, Julius von Freytag

Unter Druck der Ukraine-Krise hat der russische Präsident Wladimir Putin hat ein symbolträchtiges Gasgeschäft unterzeichnet, dass aber erst auf lange Sicht die russische Abhängigkeit von europäischen Abnehmern verringern wird. China balanciert geschickt seine internationalen Beziehungen. Für die EU wird erneut die Notwendigkeit diversifizierter Ressourcenquellen und einer gemeinsamen Energie-, Außen- und Sicherheitspolitik unterstrichen.

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Eine Antwort zu “Der Bär beschenkt den Drachen – Russland bindet sich enger an den großen Nachbarn China

  1. Man kann den Artikel auf einen Satz zusammenfassen: Komprimierter Schwachsinn.
    Da wurde ein Geschäft zwischen zwei Ländern abgeschlossen. In diesem Fall ein Gasgeschäft.
    Im Gegensatz zu den Ignoranten hier, geht es datum, dass China Gas braucht, Russland Gas hat. Ein solches Geschäft wäre auch ohne Ukraine-Krise zustande gekommen.
    Sieht man in diesem selbsternannten „Think-Tank“ nicht die Zusammenhänge?
    Da nun der Westen glaubt, auf russisches Gas verzichten zu können, muss sich Russland eben andere Kunden suchen.
    Nun nochmals zur Ukraine-Krise, nur so als Anregung, die verbohrten Köpfe wieder zum Denken zu bewegen:
    Russland hat ein eminetes Interesse an der Krim, aber auch an der Ukraine. Preisfrage für die „Thinker“: Warum?
    Die USA haben ein ebenso eminentes Interesse daran, dass Russland die Krim entzogen wird.
    Preisfrage an die „Thinker“: Warum?
    Da nun offensichtlich kognitives Denken in diesem Think-Tank nicht unbedingt angesagt ist, hier Antworten:
    Sewastopol ist der einzige Zugang Russlands zum Schwarzen Meer. Das Schwarze Meer ist mit dem Mittelmeer verbunden. Diese Tatsache spielte bereits im 2. Weltkrieg eine wesentliche Rolle. Das nur nebenbei.
    Über diesen Marinehafen Sewastopol besteht also ein Zugang zum Mittelmeer für Russland. Dieser Weg führt über die Dardanellen, der Hauptgrund der USA für die bedingungslose Unterstützung der Türkei im sogenannten Kalten Krieg, die diesen Zugang zumindest kontrollieren kann.
    Die USA mussten nun im vorigen Jahr bitter erfahren, dass auch russische Kriegsschiffe ins Mittelmeer einlaufen können. Solche Schiffe tauchten nämlich plötzlich vor Syriens Küste auf, just in dem Moment, wo man seitesn der USA mit dem Bombardement Syriens beginnen wollte.
    Entgegen den hier im Westen vertretenen Meinungen sind sich sowohl die USA wie auch Russland in einem Punkt einig, eine direkte Konfrontation darf es nicht geben. Sie würde – man denke an die Kuba-Krise – in einen nuklearen Schlagabtausch enden MÜSSEN. Beide wissen das und beide wissen aber auch, dass dieser Schlagabtausch auch der letzte wäre, den sie führen könnten. Wie sagte Albert Einstein einmal? Der 3. Weltkrieg wird atomar geführt, der 4. dann wieder mit Pgeil und Bogen.
    Damit musste natürlich das Bombardement ausfallen.
    Was aber für die USA schwieriger ist, ist der Fakt, erkennen zu müssen, dass sie in ihrem Aktionismus dort keineswegs mehr frei sind. Dabei gibt es dort erhebliche Interessen, nämlich zuvorderst Syrien, Iran, aber auch andere Anrainerstaaten.
    Für Russland würde der Verlust von Sewastopol jede Möglichkeit nehmen, im Mittelmeerraum Einfluss zu nehmen, mehr aber noch im Schwarzmeerraum, wo diverse ehemalige Staaten der UdSSR liegen, von denen einige bereits den USA Stützpunkte gewährt haben.
    Nun nütz die Krim Russland kaum, ohne zumindest einen Teil der Rest-Ukraine. Schließlich muss der Hafen Sewstopol auch versorgt werden.
    Man stelle sich vor, Russland würde Güter, ob militärisch oder zivil, durch eine an die EU angeschlossene Ukraine transportieren müssen.
    All diese Fakten, denn Fakten sind es nun mal, sind doch den EU-Vertretern bekannt, hoffentlich.
    Nun sollte sich unter diesem Szenario der Think-Tank die Frage stellen, wofür denn die USA die von Frau Nuland genannten 5 Milliarden Dollar an den Maidan geflossen sind. Wie sagte sie so schön, man wolle jetzt Erfolge sehen.
    Nur unter dem Gesichtspunkt des oben skizzierten Szenarios lässt sich das verstehen. Die USA vertreten ihre Interessen ganz konsequent.
    Um eine direkte Konfrontation zu verhindern, wird dann die EU vorgeschickt, um das mit der (für die Ukraine) Riesensumme von 5 Milliarden Dollar angerichtete Chaos dort zu nutzen, sie von Russland abzulösen.
    Die EU, allen voran, wie könnte es anders sein, Deutschland, ist diesem Ansinnen natürlich treulich gefolgt.
    Die deutsche Regierung und die Restparteien waren wohl alle viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass ihnen irgendetwas aufgefallen wäre.
    Schon der kaschierte Spionageversuch, als OSZE-Einsatz getarnt, konnte bereits als kriegerischer Akt von Russland verstanden werden. Nato-Soldaten sind in der Ukraine aktiv, einem Land, wo die Nato weder etwas verloren noch etwas zu suchen hat, Über die „Einladung“ durch die Kiewer-Chaoten-„Regierung“ – das Wahlverfahren kann man ja über youtube bewundern – muss man eigentlich kein Wort verlieren. Ihr fehlt jede rechtliche Grundlage.
    Hätte nun Russland darauf militärisch reagiert, wäre es dennoch kein Nato-Fall gewesen, weil der Angriff von seiten der EU kam, die Nato aber ein Verteidigungsbündnis ist. Die USA wären somit nicht involviert gewesen. Man darf Wetten darauf abschließen, ob sie sich beteiligt hätten. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hätten sie niemals dafür ihr eigenes Land aufs Spiel gesetzt. Die USA wissen seit der Kuba-Krise, und noch verstärkt durch den 11.09., dass auch sie keine Chance hätten, aus der Sache heraus zu kommen.
    Nun die Frage, was will die EU mit der Ukraine. Bei Lichte betrachtet taugt sie nur als Geldfressmaschine für Jahrzehnte.
    Schon die Sanierung der DDR nach ihrem Anschluss an die Bundesrepublik wurde seitens der EU nach Kräften blockiert. Niemand in der EU hatte damals irgend ein Interesse daran, zusätzliche Kapazitäten im Industrie- aber auch im Agrarsektor zu schaffen. Also ließ man sie so weit es nur ging sterben.
    Dadurch waren dann auch die enormen Kosten entstanden für diese Wiedervereinigung.
    Wer also braucht die Agrarwirtschaft der Ukraine in der EU, wer braucht die Schwerindustrie dort in der EU? Niemand.
    Also, nun mal die Fragen beantwortet, wie stellt man sich eine Ukraine in der EU vor?
    Ich bin gespannt und vermute, es wird keine plausiblen Erklärungen geben. Vermutlich ist das dann auch alternativlos, wie es die Vorzeige-Opportunistin Merkel sagen würde.

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