Klima der Angst

Steffen Hentrich

Wissenschaftliche Zweifler lebten schon immer gefährlich, wenn sie an Dogmen rüttelten, die sich zum Fundament von Karrieren, politischer Macht und damit verbundenen wirtschaftlichen Gewinnen entwickelt hatten. Dass sich daran auch im vermeintlich aufgeklärten 21. Jahrhundert nicht viel geändert hat, musste kürzlich der renommierte Klimaforscher Lennart Bengtsson erfahren, der aufgrund seiner Zweifel an der Objektivität der Thesen des IPCC zum globalen Klimawandel ein Angebot zur Aufnahme in den wissenschaftlichen Beirat des klimapolitikkritischen britischen Thinktanks Global Warming Policy Foundation (GWPF) angenommen hatte. Nun hat sich der Wissenschaftler aus Angst vor dem Druck seiner Kollegen aus dieser Position wieder Position wieder zurückgezogen, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die Reaktion seiner Kollegen eine erhebliche Einschränkung seiner wissenschaftlichen Arbeit bedeutet hätte. Wörtlich schrieb er in seiner Rücktrittserklärung:

 I have been put under such an enormous group pressure from all over the world that has become virtually unbearable. It is a situation that reminds me [of] the time of McCarthy (Ich bin weltweit unter einen nahezu unerträglichen Gruppendruck geraten, ein Zustand, der mich an die McCarthy-Ära erinnert).

Angesichts der Tatsache, dass sich die Klimapolitik stets mit den den Ergebnissen derselben Forscher legitimiert, die versuchen den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess in eine bestimmte Richtung zu drängen und auf Widerspruch und Zweifel mit Druck und Ausgrenzung reagieren, kann diese Affäre gar nicht hoch genug bewertet werden. Sie ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Politik zunehmend weniger objektiv beraten ist.

Eine Antwort zu “Klima der Angst

  1. Ich hatte an dieser Stelle bereits mehrfach auf den Druck hingewiesen, der von den interessierten Seiten auf die Wissenschaftler ausgeübt wird. Viele Wissenschaftler beugen sich diesem Druck und folgen letztlich den an sie gerichteten Ansprüchen. Schließlich müssen auch sie ihren Lebensunterhalt sichern.und das nicht nur für sich selbst, sondern ebenso für ihre Mitarbeiter und das Institut.
    Die meisten Expertisen enthalten zumindest sehr fragwürdige Thesen, auf die sie sich stützen. Diese Problemfelder hatte ich in den früheren Kommentaren, soweit sie rel. direkt sich stellten, expressis verbis angesprochen und argumentativ belegt, ohne dabei höhere Ansprüche an physikalische Kenntnisse zu stellen.
    Es ist sehr bedauerlich, dass sich vor allem die Politik, offenbar infolge mangelnder Kenntnisse, so bedingungslos vor diesen Karren spannen lässt.
    Beschämender noch ist, dass die Bundeskanzlerin noch im vorigen Jahr (August ) in einer Pressekonferenz erklärte, sie habe vor Jahren ihren Beruf gewechselt und sei deshalb in Fragen der Physik nicht mehr befähigt.
    Kann man noch deutlicher machen, dass es seitens der Politik überhaupt nicht darauf ankommt, rationale Entscheidungen zu treffen, sondern lediglich eine zunehmend schwach gebildete Bevölkerung nach dem Mund zu reden.

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