Demographie 3: Unterschiedliche Kinderwünsche

Gérard Bökenkamp

Die Kinderwünsche sind nach den Zahlen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zwischen den Geschlechtern unterschiedlich stark verteilt. Von den alleinlebenden weiblichen Singles wollen 26,5 Prozent keine Kinder. Dem stehen 67,1 Prozent der männlichen Singles gegenüberüber, die keinen Kinderwunsch haben. Die durchschnittliche gewünschte Kinderzahl von alleinstehenden Frauen beträgt 1,43 Prozent, die der alleinstehenden Männer 0,63 Prozent. Die Differenz ist in Lebensgemeinschaften kleiner, aber immer noch vorhanden. Bei den Paaren, die nicht zusammenleben, wollen 40,4 Prozent der Männer keine Kinder und 27,2 Prozent der Frauen. Daraus ergibt sich ein Unterschied in der Zahl der gewünschten Kinder von 1,34 für Männer und 1,50 bei Frauen.

Bei unverheiratet zusammenlebenden Paaren ist der Unterschied geringer. Der Kinderwunsch von Männern in dieser Konstellation liegt bei 1,52 und bei Frauen bei 1,64. Noch geringer ist er  bei verheirateten Paaren:  2,02 (Männer) zu 2,06 (Frauen). Das heißt die stärkste Annäherung des Kinderwunsches zwischen Männern und Frauen gibt es bei den verheirateten Paaren. Ob das an der Institution der Ehe selbst liegt, die den Kinderwunsch erst weckt, oder daran, dass Menschen mit gemeinsamem Kinderwunsch eben mit großer Wahrscheinlichkeit auch heiraten,  das geben die Zahlen natürlich nicht her.

Information

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: (Keine) Lust auf Kinder? Geburtenentwicklung in Deutschland, Wiesbaden 2012.

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