Demographie 1: Lebensformen und Geburtenraten

Gérard Bökenkamp

Seit einigen Jahren gibt es eine politische Diskussion über die Ursachen der niedrigen Geburtenraten in Deutschland. Um zu der Versachlichung der Debatte beizutragen, sollen an dieser Stelle einige Daten und Fakten vorgestellt werden, die die Bevölkerungsforschung liefert. Beginnen wir mit dem Zusammenhang zwischen Lebensformen und Geburtenraten:

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hatte in einer Broschüre aus dem Jahr 2012 den Zusammenhang zwischen der Geburtenrate und unterschiedlichen Lebensformen dargestellt.

Dies tat es anhand der Geburtenjahrgänge von 1965 bis 1969. Die Frauen dieser Alterskohorte hatten im Schnitt 1,41 Kinder. Dabei weichen die Zahlen zwischen verheirateten und nicht verheirateten Frauen voneinander ab. Die verheirateten Frauen hatten im Schnitt 1,73 Kinder. Nur 11, 3 Prozent der verheirateten Frauen blieben kinderlos. Bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften dieser Jahrgangsstufe lag die Geburtenrate bei 1,01 Kindern pro Frau und die Zahl der Kinderlosen lag bei 37,7 Prozent. Wenn der Partner nicht im selben Haushalt lebte, dann lag die Kinderlosigkeit bei 45,4 Prozent und die Zahl der Kinder lag im Schnitt bei 0,92 Prozent.

Information

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: (Keine) Lust auf Kinder? Geburtenentwicklung in Deutschland, Wiesbaden 2012.

Eine Antwort zu “Demographie 1: Lebensformen und Geburtenraten

  1. Jahr für Jahr dieselbe Leier. Geburtenrückgang. Ein 80-Millionen-Volk beklagt einen Geburtenrückgang. Ein Volk, das bei 40 Millionen Beschäftigten 10 Millionen staatlich zu alimentieren hat, beklgat einen Geburtenrückgang? Mehr noch, es versteigt sich dazu, ein Einwanderungsland zu sein. Es beklagt einen Fachlräftemangel, ohne diese Fachkräfte näher zu benennen. Und die, die benannt werden, sollen dann mit zugewanderten Fachlräften ersetzt werden. Offensichtlich, weil die 10 Millionen Alimentierten nicht in der Lage sind, solche Arbeiten auszuführen?
    Eine simple Frage mal zu diesem Thema: Ab welcher Population wäre man denn zufrieden gestellt? 100 Millionen, 200 Millionen, oder meint man, das geht endlos.
    Als ich 1969 bis 1971 in Bangladesh war, das damals noch Ostpakistan hieß, lebten dort 65 Millionen Menschen. Heute sind sie gerade dabei die 200 Millionen-Marke zu übersteigen.
    Größe des Landes etwa Bayern, Baden-Württemberg, Nordrheinwestfalen.
    Entsprechend war damals bereits dort das was man hier Lebensqualität nennt. Wie das heute aussieht, wird leider auch nur an besonderen Ereignissen halbwegs sochtbar gemacht. Mit erhobenem Finger ob der erbärmlichen Bedingungen. Diese Bedingungen haben nur nichts, aber auch rein gar nichts mit der Bezahlung dort zu tun, auch nicht mit den Arbeitsbedingungen. Diese Bedingungen sind nämlich die Folge dieser aberwitzigen Überbevölkerung.
    Wir sollten also froh sein, wenn die Bevölkerung hier eher schrumpft, als wächst. Das bekäme auch dem Nachwuchs besser. Allein schon, weil er sich freier bewegen könnte, als das heute noch möglich ist.
    Vom Ressourcenverbrauch muss man erst gar nicht reden. Die Menschheit könnte sich noch mehrere 100.000 Jahre existieren, nur wird sie das nicht mehr. Schließlich muss sie ja von irgendetwas leben. Ergo wird sie garvierend schrumpfen. Schrumpfen aus Not. Wenn das die Ethik eines Gutmenschen sein soll, die er seinen Nachkommen angedeihen lassen will, dann fragt man sich, ob es in den letzten Jahrtausenden überhaupt eine Entwicklung dieser Spezies Mensch gegeben hat.

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