Freiwillige Selbstkontrolle

Steffen Hentrich

Fragt man Cannabis-Konsumenten nach ihrer Meinung zur Legalisierung der Droge, dürfte nicht weiter verwundern, dass diese aus reinem Eigeninteresse für einen freien Markt sind. Tatsächlich sind vor allem Nichtkonsumenten für ein Verbot, wohl aus Angst der Droge selbst zu verfallen und aus paternalistischen Motiven. Die Ökonomen Ali Palali und Jan von Ours haben in einer Studie (Is cannabis use really so harmful?) aber auch Befragungen unter ehemaligen Cannabis-Konsumenten ausgewertet und festgestellt, dass diese trotzdem sie aus eigenem Antrieb ihre Abstinenz erreichen mussten, noch immer eine höhere Präferenz für eine Legalisierung haben, als Menschen, die Cannabis nie an sich heran ließen. Die beiden Wissenschaftler leiten daraus nicht unberechtigt ab, dass die Suchtgefahr von Cannabis von vielen Leuten überschätzt wird, wenn selbst ehemalige Konsumenten mehrheitlich darauf verzichten, dass der Staat sie durch Verbote vor sich selbst schützt.

Eine Antwort zu “Freiwillige Selbstkontrolle

  1. Alle Drogen muessen zu normaler Handelsware werden. Die Entkriminalisierung wuerde gigantische Kosten einsparen. Zweitens bringt die Legalisierung eine Qualitaetsverbesserung der Substanzen, weil normale Labors das Material herstellen. Die Abgabe kann jederzeit kontrolliert geschehen. Man bedenke, dass z.B. bei Heroin die Toxizitaet von Alkohol viel hoeher ist. Die Beschaffung und die Illegalitaet toeten die Menschen.

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