Putin und seine Bewunderer

Detmar Doering

Von der Linkspartei links hin zu AfD rechts zieht sich das Spektrum derer, die irgendwie viel Verständnis für die Expansionspolitik Putins gegenüber der Ukraine aufbringen können. Ein antiwestlicher Antirationalismus sei heir am Werke, analysiert der Historiker Heinrich August Winkler in diesem Beitrag für Internationale Politik. Putin sei zum „Schirmherr der reaktionären Kräfte in Europa“ aufgestiegen.

3 Antworten zu “Putin und seine Bewunderer

  1. So ein Unsinn. Das russische Demütigungsgefühl ist durch die westliche Containment-Politik nach 1991 erheblich gefördert worden – und damit eben auch ein halbstarker Nationalpopulist wie Putin. Die richtige Politik wäre damals gewesen, Rußland echte Angebote zu machen – bis hin zur NATO-Mitgliedschaft.

    Allen ist doch klar, daß Putin ein autoritärer Macho ist. Man darf aber nicht unterschlagen, daß die Russen ihn gewählt haben, weil sie sich als Verlierer des Kalten Krieges fühlen und der Westen alles getan hat, dieses Gefühl zu verstärken.

    Wer die Ukraine-Krise auf die Entwicklung der letzten Monate reduziert, versteht das Problem nicht.

  2. Diese Aktion in der Ukraine vervollstaendigte ein Bild der EU-Akteure. Libyen, Syrien etc sinnlos handelnde EU-Amateure. Im Hintergrund die amoralischen USA-Interessen.

  3. Sehr geehrter Herr Doering,

    wenn Sie Personen, die sich nicht der allgemeinen Schwarz-Weiß-Malerei anschließen, wie sie Herr Winkler in seinem Artikel betreibt, innerhalb weniger Zeilen als Putinbewunderer, Putinversteher, antiwestlich, antirational und reaktionär bezeichnen, disqualifizieren Sie sich eigentlich selbst.
    Und wie so oft werfen Sie mit Steinen, obwohl Sie selbst im Glashaus sitzen, denn mit Rationalität hat Ihre Wahrnehmung des Konflikts in der Ukraine nichts mehr zu tun. Oder können sie mir sagen, wann die demokratischen Wahlen stattgefunden haben, durch die die derzeitige Regierung in Kiew an die Macht gekommen ist? Haben Sie schon einmal nachgedacht, wer damals davon profitiert hat, dass die Scharfschützen 70 Menschen ermordeten – genau in dem Moment, als eine Vereinbarung dem alten Präsidenten gestattete, aus dieser Krise zu einer Wahl zu gelangen, in der er selbst gute Chancen besessen hätte? Wie geht die derzeitige Regierung doch gleich mit Medienvertretern um, die ihr nicht gefallen? Und wer hat uns unfreiwillig erzählt, dass sie Herrn Putin gern in den Kopf schießen wolle und ihre Politik darauf abziele, den Westen dazu zu bringen, dass Russland vernichtet werde? Haben Sie nicht mitbekommen, dass die Militärs, die in der Ostukraine festgehalten werden, keine Vertreter der OSZE waren? Es war doch vorherzusehen und wohl auch gewünscht, wie die prorussischen Besetzer reagieren, wenn deutsche und ukrainische Militärs auftauchen – mit „Konflikt lösen“ hat so etwas nichts zu tun!
    Warum sind Sie nur in der Lage, den Splitter im Auge von Putin zu sehen aber nicht den in der Übergangsregierung?
    Artikel wie die von Ihnen verfassten führen zu einer Eskalation des Konflikts. Ist das von Ihnen gewollt?

    MfG

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