IPCC-Report: EU-Klimaziel ohne wissenschaftliche Basis

Steffen Hentrich

In seinem neuen Sachstandsbericht zu Vermeidungsstrategien hat der IPCC ganz klar hervorgehoben, dass isoliertes Handeln in der Klimapolitik kontraproduktiv ist. Aus diesem Grund sind auch die regional spezifizierten Reduktionsziele der Treibhausgasemissionen nicht mehr in dem Bericht enthalten. Oliver Geden, Wissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, meint daher in einem Interview, dass das EU-Klimaziel, eine 80-95 prozentige Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2050, keine wissenschaftliche Basis mehr hat. Auch wenn die Aussagen des IPCC nicht bindend für politische Entscheidungen sind (und auch nicht sein sollten), lässt sich das international weitgehend isolierte Agieren der EU in der Klimapolitik nicht mehr per Rückgriff auf die Aussagen des IPCC begründen. Insbesondere eine Instrumentalisierung der vermeintlich moderaten Wachstumseffekte radikaler Klimaschutzmaßnahmen für nationale oder regionale Klimaschutzmaßnahmen ist damit nicht mehr möglich. Wie hier kürzlich schon konkretisiert basieren diese optimistischen Projektionen stets auf international abgestimmte, auf die Minimierung der Kosten orientierte Maßnahmen, eine Prämisse, die im Lichte der europäischen Klimapolitik keinerlei Realitätsbezug aufweist.

 

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