Nach dem EU-Afrika-Gipfel: Kooperation auf Augenhöhe?

Feline Freier

Am 2. und 3. April fand unter dem Motto „Investition in Menschen, Wohlstand und Frieden“ in Brüssel mit dem vierten EU-Afrika-Gipfel eines der weltweit größten Regierungstreffen statt. Der diplomatische Diskurs um das Treffen betonte einen Dialog auf Augenhöhe. Dieser Bericht hinterfragt, ob es sich hierbei lediglich um diplomatische Nettigkeit handelt, oder ob die Beziehung zwischen Afrika und der EU einem wirklichen Paradigmenwechsel unterliegt. Der Bericht legt dabei auch besonders Augenmerk auf die Perspektiven afrikanischer Staaten.

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2 Antworten zu “Nach dem EU-Afrika-Gipfel: Kooperation auf Augenhöhe?

  1. Alle afrikanischen Staaten wissen genau, wo ihre Zukunft liegt: in China. Und zwar auf allen Ebenen. China redet nicht über einen „Dialog auf Augenhöhe“, sondern praktiziert ihn. Europa hat Afrika immer wie ein Kind behandelt. Mit Regierungsgipfeln lockt die EU in Afrika niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

  2. Derartige „Nettigkeiten“ kann man bereits seit Jahrzehnten in schöner Regelmäßigkeit lesen. Die Halbwertzeit dieser Lippenbekenntnisse ist allenfalls ein oder zwei Jahre. Dann kommt die nächste Aktion derselben Art mit denselben Argumenten und Versprechungen.
    Warum ist das so?
    Auch das lässt sich leicht beantworten. All diese Leute, die mit solchem Gerede ihre Zeit verschwenden kennen Afrika nicht.
    Die Europäer tun das, was sie schon immer am besten konnten, sie belügen sich selbst, machen sich selbst etwas vor und verschließen die Augen vor den Realitäten.
    Die Afrikaner, zumeist mit europäischem Erziehungshintergrund, folgen den Europäern, aber das nur solange, bis sie selbst am Ruder sitzen. Dann ändern sich ziemlich regelmäßig ihre Haltungen. Der Grund? Sie können gar nicht anders. Denn auch sie unterliegen der Zustimmung der anderen in der Bevölkerung. Die Resultate sind ja hinreichend bekannt, wenn der Versuch unternommen wird, wirkliche Änderungen einzuleiten.
    Afrika ist sicher ein Kontinent mit einem hohen wirtschaftlichen und auch intellektuellem Potential. Beides wurde und wird aber nicht einmal ansatzweise wirklich entwickelt. Man sieht dafür auf diesem Kontinent bislang auch gar keinen Grund.
    Die Europäer, aber auch alle anderen „entwickelten“ Länder treten dort als die reichen Onkel auf, die mit dem Helfersyndrom, das die eigentlichen Intentionen, nämlich die Ausbeutung der Bodenschätze vor allem, wunderbar überdeckt, und bestärken damit die uralte Tradition, vom Bedauern zu leben.
    Man fordert die Menschen dort nicht, sondern begnügt sich damit, sie weiter wursteln zu lassen, anstatt dort mal einige Musterfabriken zu bauen, die Leute, die dort eingestellt werden ordentlich zu bezahlen, so dass diese als Muster für immer mehr der anderen wirken könnten.

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