Erdgas aus Russland: Wechselseitige Abhängigkeiten

Detmar Doering

Die kritische lage in der Ukraine kann schnell zu Beschränkungen des handels zwischen Deutschland und Russland führen. Mit Ausnahme des Energiesektors hätte Deutschland wenig zu fürchten, meinen Klaus Schrader und Claus-Friedrich Laaser in diesem Report des Instituts für Weltwirtschaft, weil die Importe aus Russland insignifikant sind. Die Erdgaslieferungen sind zwar gewichtiger, aber es gibt dort wechselseitige Abhängigkeiten. Russland muss exportieren, um seine Importe zu finanzieren, die es zum wirtschaftlichen Gedeihen braucht. Russland würde bei einem Lieferstopp schwer verlieren.

Eine Antwort zu “Erdgas aus Russland: Wechselseitige Abhängigkeiten

  1. Institut für Weltwirtschaft. Nun ja, man muss sich schon einen Namen geben.
    Da werden viele Bildchen gezeigt, die nichts aussagen. Ebenso Statistiken, die nur eine sehr begrenzte Aussagefähigkeit haben.
    Der wichtigste Außenhandelspartner sei Frankreich wird dort z.B. gesagt und mit 9,2 %. Dann folgen weitere.
    Haben die Autoren auch nachverfolgt, um welche Exporte es sich handelte und vor allem, wie diese Exporte in den jeweiligen Ländern verwendet wurden/werden?
    Welcher Anteil der deutschen Exporte aus z.B. Frankreich geht in den Export Frankreichs ein?
    Auch der Wegfall von 3,3 % des Exports nach Russland dürfte nicht spurlos hier vorbeigehen.
    Würden die Autoren ihren Verstand gebrauchen müssten sie zur Kenntnis nehmen, dass die Exporte in die Nachholländer (China, Indien etc.) zurückgehen werden. Aus diesen Kunden werden zunehmend ernstzunehmende Konkurrenten auf dem Weltmarkt werden. Mit den u.a. auch von uns gelieferten Produkten (Industrieanlagen) werden sie zumindest qualitativ gleichwertige Angebote machen können, allerdings zu günstigeren Preisen. Dies allein schon deshalb, weil sie bislang den hier veranstalteten Unfug (Energiewende etc.) nicht mitgemacht haben.
    Und selbst ein relativ geringer Einbruch der Wirtschaft in Deutschland wird weitreichende Folgen haben. Bislang rührt die extrem niedrige Zinsrate, die Deutschland für die Staatsschulden aufzuwenden hat allein aus der Tatsache, dass das Land in der Lage ist, diese zu bedienen.
    Ob das aber bei einem auch nur geringen Rückgang der Wirtschaftsleistung noch so sein wird, darf sehr in Zweifel gezogen werden. Dann wird das Zinsniveau steigen, weil eben auch das Risiko steigt (Merke: Alte Bankerregel – Zins ist nur ein anderes Wort für Risiko).
    Bei all den Verteilungen, die derzeit hier verhandelt werden, dürfte der Schuldendienst, der dann 30, 50 oder mehr Milliarden € pro Jahr liegen. Ob das dann noch geleistet werden kann, auch daran muss man Zweifel anmelden.
    Man sollte in solchen Instituten, will man ernst genommen werden, doch mal den Röhrenblick beenden.

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