Gefängnisse: Wenn Privatisierung falsch läuft

Detmar Doering

Privatisierung ist eine gute Sache. Sie ermöglicht Wettbewerb, Effizienz und Entbürokratiserung bei der Erledigung wichtiger Aufgaben. Aber die ganze Sache kann auch schief laufen. Das geschieht, wenn man künstlich installierte Privatmonopole an den Geldtropf des Staates hängt. Dann hat man die Verschmelzung von privaten und staatlichen Sonderinteressen („Filz“), die zulasten des öffentlichen Wohls geht. Der Wettbewerb wird so systematisch ausgeschaltet. In Neudeutsch heißt das heute „crony capitalism“.

Ein Beispiel dafür ist der private „Gefängniskomplex“ in den USA. Der Staat betreibt „outsourcing“ an einige große Firmen, die dann von billiger „Sklavenarbeit“ und Staatsaufträgen profitieren, schreibt Wendy McElroy in diesem Beitrag für das Independent Institute. Die damit verbundene Interessenvermengung sei eine der Ursachen dafür, dass die USA eine proportional große Gefängnispopulation habe, die in ihrem Umfang auf der Welt einzigartig sei.

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