Klima(politik)krimi

Steffen Hentrich

Bei der Klimazwiebel von Prof. Hans von Storch und seinen Mitstreitern wird eine dubiose Studie zitiert, die zeigen will, dass die globale Erwärmung zu einer höheren Kriminalitätsrate führt. Da werden Wetter- und Kriminalitätsstatistik zusammengerührt um den Klimawandelalarmismus noch furchterregender klingen zu lassen. Wer fürchtet sich nicht, wenn ein wärmeres Klima nicht nur mehr Unbilden der Natur erzeugt, sondern auch mehr Menschen zu Räubern, Mördern oder Vergewaltigern werden lässt. Dass in dieser Studie nicht nur die Zuwächse durch das Aufsummieren über ein knappes Jahrhundert aufgeblasen werden und man versäumt, durch vergleichende Betrachtungen mit anderen klimatischen Regionen die steile These zu validieren, ist ein Versäumnis das bereits in den Kommentaren des Blogs diskutiert wird. Nicht weniger spannend wäre jedoch die Beantwortung der Frage, wie hoch der Kriminalitätszuwachs zu veranschlagen ist, weil Menschen bald klimapolitikbedingt kaum mehr in der Lage sind ihre Energierechnung zu begleichen oder Hunger leiden, weil das Getreide statt ins Brot in den Tank subventioniert wird. Armut und Unterentwicklung sind bekanntermaßen kriminalitätsfördernd, die derzeitige ineffiziente und weitgehend wirkungslose Klimapolitik ist auf diesem Auge blind. Selbst wenn solcherart klimawissenschaftliche Kaffeesatzleserei methodisch sauber nachvollziehbar wäre, wirklich ernst zu nehmen wäre sie erst, wenn die Protagonisten solcher Forschung auch die andere Seite der Medaille in Augenschein nehmen würden.

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