Zinsanstieg erfordert härteren Sparkurs

Gérard Bökenkamp

Die Bundesrepublik hat in den letzten Jahren finanzpolitisch erheblich davon profitiert, dass das Zinsniveau der Staatsanleihen gefallen ist. Deutsche Staatsanleihen galten nach Ausbruch der Eurokrise als sicherer Hafen. Seit Ende der 90er Jahre schwankte das Zinsniveau der Anleihen zwischen drei und fünf Prozent. Im Verlauf des Jahres 2010 fielen die Zinsen erstmals auf unter drei Prozent. In der ersten Jahreshälfte 2011 sogar noch weiter auf 1-1,5 Prozent. Eine Normalisierung des Zinsniveaus auf die Zeit vor der Krise würde die Haushalte erheblich belasten. Nach Berechnungen des Sachverständigenrates zu Begutachtung des gesamtwirtschaftlichen Entwicklung würde der Wiederanstieg der Zinsen für deutsche Staatsanleihen auf das Niveau vor der Krise die öffentlichen Haushalte mit mehr als 18 Milliarden Euro belasten. Diese 18 Milliarden Euro müssten dann an anderer Stelle eingespart werden.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s