Energiewende ohne Europa

Steffen Hentrich

Ein neues LI-Argumentepapier erläutert, warum der energiepolitische Alleingang Deutschlands ein Risiko für den europäischen Energiebinnenmarkt darstellt.

Erst gut drei Jahre ist die Energiewende alt, das Energiekonzept, mit dem die Bundesregierung im September 2010 beabsichtigte, die Energiezukunft der Bundesrepublik planmäßig in Richtung Klimaschutz und Ausbau erneuerbarer Energieträger zu gestalten. Doch schon jetzt ist offensichtlich, dass sich die Kinderkrankheiten des Konzepts nicht nur zu einer Gefahr für die Wirtschaft des Landes und die Lebensqualität seiner Bürger auswachsen, sondern auch die Entwicklung des europäischen Energiebinnenmarkts behindern. Eine dauerhafte Subventionierung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern wird auch auf europäischer Ebene keinen effektiven und wirtschaftlich tragfähigen Beitrag zum Klimaschutz und zur langfristigen Sicherung der Energieversorgungssicherheit leisten. Stattdessen ist es notwendig, den europäischen Binnenmarkt für Strom weiter zu stärken und bestehende Engpässe der Marktintegration abzubauen. Es ist höchste Zeit, dass sich das Bekenntnis zu Europa endlich auch in den energiepolitischen Reformen der Bundesregierung widerspiegelt.

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