Bundesbank: Weder Inflation noch Deflation?

Gérard Bökenkamp

Nach Aussagen der Bundesbank sind die zentralen Herausforderungen des Jahres 2014 in den globalen Unterschieden zwischen Wachstum und Preisentwicklung zu sehen. Der Euroraum sei im Jahr 2013. hinter den Entwicklung anderer Länder zurückgeblieben. In Deutschland löse die Binnenkonjunktur die Einflüsse des Exports als Wachstumstreiber ab. Das sei auf den hohen Anteil der Beschäftigten, steigende Löhne und niedrige Zinsen zurückzuführen. Die Bundesbank prognostiziert für die Jahre 2014 und 2015 ein Wachstum von 1,7 Prozent und 2,0 Prozent.

In den übrigen Eurostaaten bestehe noch Anpassungsbedarf. Die Konsum- und Unternehmensnachfrage sei immer noch schwach. Die Perspektiven hätten sich allerdings gebessert. Die Bundesbank sieht weder die Gefahr einer Inflation, noch einer Deflation.

Die von der Bundesbank zur Verfügung gestellte Liquidität sei zum größeren Teil zurückgeflossen. Die Überschussliquidität ist von 800 Milliarden Euro auf 150 Milliarden Euro gesunken. Unter Überschussliquidität versteht man: „Als Überschussliquidität werden in der Fachsprache des Eurosystems die hochliquiden Einlagen von Geschäftsbanken auf ihren Konten bei der Zentralbank bezeichnet, die über das Mindestreserve-Soll hinausgehen.“ Dieser Rückgang gehe nicht auf die Politik der EZB zurück, sondern auf das Verhalten der Marktteilnehmer, die die zur Verfügung gestellten Mittel ungewöhnlich schnell zurückgezahlt haben.

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