Ungerecht: Ergebnis oder Prozess?

Steffen Hentrich

Die nicht ganz so neue Feststellung des DIW, dass die Vermögen in Deutschland ungleich verteilt seien kommentiert R.A. treffend in Zettels Raum:

Wenn beim Kindergeburtstag fünf Kinder ihr Stück Kuchen sofort aufessen und die anderen fünf spielen noch – dann ist die Kuchenverteilung extrem ungleich: Die Hälfte hat Kuchen, die anderen Hälfte nicht. Aber das ist natürlich nicht ungerecht.

Ungerecht kann nie das Ergebnis sein, sondern höchstens der Prozeß, der vor diesem Ergebnis stattfand. Wenn also Leute Vermögen erhalten, das ihnen nicht zusteht, oder anderen Leuten Geld abgenommen wurde, obwohl das nicht berechtigt war – dann sind das Gerechtigkeitsprobleme. Aber solche Probleme sind aus dem Endzustand der Verteilung nicht ablesbar.

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