Danke Dinosaurier!

Steffen Hentrich

Dinosaurier werden die großen europäischen Energieversorger von Greenpeace in einer neuen Studie genannt, weil sie in den vergangenen Jahren nicht weit genug auf den Zug der erneuerbaren Energieträger aufgesprungen sind. Jetzt würden sie unter Überkapazitäten konventionaller Kraftwerke und mangelnder Rentabilität leiden. Ginge es nach Greenpeace stünden wir alle besser da, wenn sich noch mehr Energieversorger mit Hilfe staatlicher Energiesubventionen eine goldene Nase verdient hätten. Zu dumm nur, dass  irgendjemand die hohen Investionskosten dieser „erfolgreichen Anpassung“ hätte zahlen müssen und nicht gerade wenig Bedarf nach den  Produktionskapazitäten der Dinosaurierkraftwerke besteht, um die launischen Schwankungen des Stroms aus Wind und Sonne auszugleichen. Greenpeace vergisst, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht nur darin besteht Geld auszugeben, sondern mit diesen Investitionen auch etwas zu verdienen. Greenpeace vergisst auch, dass Stromnachfrager nicht unendlich geduldig auf steigende Preise reagieren, sondern sich irgendwann nach billigeren Alternativen umsehen. Nicht jeder kann sich in so einem Marktumfeld auf einer staatlich garantierten Einspeisevergütung ausruhen und die Drecksarbeit der Systemstabilisierung den anderen überlassen. Hätten alle Energieversorger nur noch auf die Karte der Energiewende gesetzt gäbe es sicherlich genug grünen Strom für ein deindustrialisiertes Europa, mehr aber auch nicht. Doch dieses Problem stößt bei unseren Umweltfreunden bekanntlich nur auf stirnrunzeln. 

Eine Antwort zu “Danke Dinosaurier!

  1. Herr Hentrich, die Greenpeace Werbe-Agentur-Fuzzis vermarkten ihr Geschäftsmodell, in dem sie Sponsorengelder Abgreifen, so wie so viele NGO`s, die mit Kampagnen solange Imageschaden verursachen, bis die genervte „Kundschaft“ endlich „Schutzgeld“ als „Spende“ regelmäßig abdrückt. Herkömmliche Werbung kann mit dem Konzept der „Kampagneros“, bzw. NGO`s nicht mithalten.
    Greenpeace verspricht sich an der Energiewenderei Profit zu machen, siehe Greenpeace Energie, einer deutschen Sektion von Utopisten, die mit dem EEG einen Systemwechsel probieren.
    Meiner Ansicht nach erfüllt das EEG eine Reihe von Kartellabsprachen die offensichtlich gegen gängiges Wirtschaftsrecht massiv verstoßen. Aus diesen Kartellabsprachen resultieren alle Folgeprobleme, es ist ein Irrtum leichtfertig anzunehmen es gäbe tatsächlich wirkliche Gewinner der Kartellabsprachen. Die Verluste und Schäden treten lediglich nur zeitverzögert in Erscheinung, treffen aber letztlich alle.
    Die Vergütung des Öko-Stroms zu Festpreisen über Jahrzehnte ist eine unzulässige Preisabsprache (1), weil damit andere Stromerzeuger mit Vorsatz benachteiligt werden.
    Der Einspeise-Vorrang (2) ins Netz, bei unbegrenzter Abnahme der Strommenge, unabhängig von der Verwertbarkeit, benachteiligt die konventionellen Stromerzeuger vorsätzlich.
    Diese beiden Kartellabsprachen des EEG stehen am Anfang einer chaotischen Entwicklung, in der dann weiter Kartellabsprachen auftauchen.
    Die Mehrkosten des teuren Ökostroms infolge der Kartellabsprachen – Festpreise und Vorrang – aus der erfolgten Vergütung, werden nun auf die Stromkosten der Stromverbraucher umgelegt. Nun erfolgt der nächste Kartellverstoß, diesmal geht’s auf der Verbraucherseite weiter, indem zwischen (3) Großverbrauchern, bzw. nicht Privilegierten und Privathaushalten um die unterschiedlichen Aufschläge der Kostenumlage gerungen wird.
    Falls die EU-Wettbewerbs-Kommission nur diesen Kartellverstoß sehen würde, wäre das eine absolute Lachnummer und ein erbärmlicher politischer Knicks von Hofschranzen in den Kartellbehörden vor einer quasi Mafia-Politik.
    Denn es besteht noch ein Kartell, eines in dem die Deutschen gefangen sind. Wir können uns Waren und Dienste im gemeinsamen europäischen Markt liefern lassen, aber beim Strom… werden wir eingepfercht (4) und massiv geschröpft.
    Interessant scheint mir der naive Glaube, das mit diesen Kartellabsprachen längerfristig, bzw. dauerhaft Renditen aus Investitionen in Öko-Strom-Anlagen zu ziehen sei. Wenn sich jetzt zeigt, wie die vorsätzlich benachteiligten Stromerzeuger Verluste erleiden, weil die Dumpingpreise bei der Entsorgung (5) des zuvor „vergüteten“ Öko-Stroms an der Strombörse die Stromkonzerne schädigen, gleichzeitig die Industrie die steigenden Stromkosten als Bedrohung sieht, den Verbrauchern Kaufkraft für Nichts entzogen wird und die Öko-Anlagen-Betreiber sich sorgen, nicht nur Kostendeckung, sondern wirklich Rendite zu erwirtschaften, dann zeigt sich ein zwangsläufiges Resultat, verursacht durch Kartellabsprachen.
    Ich vermisse Schadensersatzklagen der Geschädigten.

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