Bundesrepublik: Kein sozialer Kahlschlag.

Gérard Bökenkamp

Es wird in Deutschland oft vom sozialen Kahlschlag gesprochen und die jüngste Geschichte als Phase des „Neoliberalismus“ der Phase der „guten“ Sozialen Marktwirtschaft gegenübergestellt. Dass davon keine Rede sein kann, das zeigen die folgenden Zahlen. Die Bundesrepublik startete unter dem Einfluss des „echten“ Neoliberalismus mit begrenzten Sozialausgaben und hat seit dem einen enormen Anstieg der Kosten für soziale Sicherheit zu verzeichnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mit all seinen Folgen wendete die Bundesrepublik 15 Prozent der Wirtschaftsleistung für soziale Sicherheit auf, inzwischen sind es 32 Prozent. Die Gesamtsumme umfasst heute 777 Milliarden Euro. Allein der Anteil der Rentenversicherung macht davon 250 Milliarden Euro aus. Die Beiträge zur Sozialversicherung stiegen von 26,5 Prozent im Jahr 1970 auf 40,4 Prozent im Jahr 2011.

2 Antworten zu “Bundesrepublik: Kein sozialer Kahlschlag.

  1. Wie der korporatistische Kapitalismus hat sich auch der Wohlfahrtsstaat in den letzten Jahrzehnten, trotz unterschiedlicher theoretischer Debatten, immer wieder reproduziert. Die Gewichtungen änderten sich entsprechend der Sozialstruktur der Gesellschaft.

  2. Und die Steigerung der staatlichen Sozialausgaben kompensiert nicht etwa einen Wohlfahrtsabstieg, sondern erfolgte bei kontinuierlich wachsenden Wohlstand.

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