Innovation und Wirtschaftsfreiheit

Detmar Doering

Was macht den Erfolg von Marktwirtschaften aus? Josef Schumpeter führte ihn dereinst auf den durch Wettbewerb bewirkten Prozess der „kreativen Zerstörung“ zurück – also die permanente Innovationsfähigkeit. Das kann nur die halbe Wahrheit sein. Um wirtschaftliche Dynamiken entfachen zu können, darf Innovation nicht nur im „luftleeren“ akademischen Raum stattfinden. Sie muss vielmehr selbst im wirtschaftlichen Prozess ablaufen.

Das folgende Diagramm zeigt, wie Wirtschaftsfreiheit (als Grundvoraussetzung der Marktwirtschaft) mit den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) am Bruttoinlandsprodukt (in Prozent) korreliert. Für die Wirtschaftsfreiheit liegt dabei der Index Economic Freedom of the World zu Grunde, für die Daten zum Anteil der Ausgaben für F&E die entsprechenden OECD-Indikatoren. Die OECD-Länder wurden in drei Gruppen aufgeteilt – von den wirtschaftlich freiesten zu den unfreiesten.

F&E-WiFrMan sieht zunächst einmal klar, dass wirtschaflich freie Länder insgesamt mehr Geld für F&E ausgeben als unfreie (blau). Interessant ist aber auch, dass innerhalb der F&E-Ausgaben der Anteil der privaten Investitionen am Gesamtvolumen in dem Maße steigt wie die Wirtschaftsfreiheit steigt (rot). Bei den freien Ländern ist er der größere teil der Gesamtausgaben, bei den unfreien der geringere. Das legt nahe, dass ein Teil des höheren Wohlstands freier Wirtschaften auch daher rührt, dass die Allokation von innovativem Wissen hier besonders marktnah stattfindet. Das heißt, die Bürger profitieren schneller von technischen und wissenschaftlichen Verbesserungen.

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