Liberale und nicht liberale Demokratie

Detmar Doering

Die Deutschen – das steht außer Frage – sind mittlerweile gute Demokraten geworden. Das sei auch gut so, schreibt Alexander Grau in diesem Beitrag für Cicero. Aber es genüge nicht. Demokratie sei nicht gelebter Kollektivismus und ein Mittel zur gesellschaftlichen Nivellierung. Doch genau so sähen es viele Deutsche. Ein echtes Demokratieverständnis habe den Schutz des Individuums und seiner Freiheit als Hauptzweck.

2 Antworten zu “Liberale und nicht liberale Demokratie

  1. Ja, es gibt sie, die Individualisierungspessimisten. Sie sind bei uns in Deutschland sogar in der Mehrzahl. Das spielt den Kollektivisten in die Karten.

    Aber haben die Individualisierungspessimisten nicht recht mit ihren Vorbehalten? Unsere Individualgesellschaft leidet schließlich unter Egomanie, unter Ellenbogenmentalität und sie neigt zum Turbokapitalismus. Das sind die weniger schönen Begleiterscheinungen

    Es gibt zwei Möglichkeiten hieran etwas zu ändern: Entweder zurück zum Kollektiv oder aber wir entschließen uns dazu, unsere Individualgesellschaft weiter zu entwickeln, hin zu dem, was ich kultivierten Individualismus nenne. Davon sind wir leider noch weit entfernt.

    Unsere Individualgeselslchaft zu kultivieren ist eine Aufgabe, die nur Individualisierungsoptimisten und Liberale leisten können. Denn die Pessimisten werden uns diesen Job nicht abnehmen. Überlassen wir die Individualgesellschaft allerdings sich selber, dann laufen wir Gefahr, ob ihrer zweifelhaft auch vorhandenen Nachteile das kollektivistische Lager zu stärken.

  2. Die Deutschen „gute Demokraten“ ? Ganz bestimmt nur, solange es ihnen noch wirtschaftlich gut geht. Die Massenhysterie dieses Volkes wird schon irgendwann sich wieder gegen ein Volk,eine Religion richten.

    Demokraten? Haben sich die Deutschen etwa von Hitler befreit, oder hat man noch am 30.4.1945 fanatisch den Hitler-Gruss gegeben? Ohne Russen und USA wuerden die Deutschen heute noch Nsdap wählen.

    Wie sie ja auch weiter die herrschenden Parteien wählen, obwohl schon vor über 30 Jahren der Spiegel über die „Gekaufte Republik“ berichtete…folgenlos.

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