Eine positive Bilanz des Klimawandels

Steffen Hentrich

Klimapolitik wird zumeist damit begründet, dass man die Folgen des Klimawandels bereits heute spüren würde. Dem ist kaum etwas entgegenzusetzen, denn wenn sich das Klima auch ohne menschliches Zutun permanent verändert, dann wird das nicht ohne Folgen für den Menschen bleiben. Im Unklaren bleibt jedoch zumeist, welcher Art die Folgen für die Menschheit sind und ob sie positive oder negative Effekte für die menschliche Entwicklung verursachen. Diese Art der Schwammigkeit in den Aussagen suggeriert zumeist negative Wirkungen des Klimawandels. Dass dem nicht so ist, sondern ganz im Gegenteil das vergangene Jahrhundert Klimawandel eine positive Bilanz für den Menschen  aufweist, hat der Ökonom und Klimaforscher Richard Tol in der Studie The Economic Impact of Climate Change in the 20th Century ermittelt.

Globaler Einfluss des Klimawandels auf das Volkseinkommen nach Wirkungsbereichen (R. Tol, 2011)

Ursache für die positive Bilanz sind die Erhöhung der Produktivität in der Landwirtschaft durch den düngenden Effekt der höheren Kohlendioxitkonzentration in der Atmosphäre und der verringerte Energieverbrauch für die Raumheizung in kälteren Regionen. Der Klimawandel hatte einen negativen Effekt auf den Wasserhaushalt und auf die menschliche Gesundheit, wobei dies jedoch global sehr unterschiedlich verteilt ist und nicht durchweg ein negatives Vorzeichen aufweist. Bis 1980 profitierten nach Tols berechnungen die meisten reichen und armen Länder, im Zeitraum danach war der Klimawandel nutzbringend für die reichen Länder, wirkte sich aber negativ auf viele arme Länder aus.

Diese Ergebnisse machen deutlich, dass Klimaveränderungen keineswegs durchweg negative Folgen haben müssen, sondern auch eine ganze Reihe positive Effekte hervorbringen. Der Versuch den Klimawandel künstlich aufzuhalten führt daher nicht nur zu nützlichen Effekten, sondern verursacht auch Schäden in Form entgangener Vorteile eines wärmeren Klimas. Also stellt eine Klimapolitik, mit der man glaubt das Klima in allen Regionen der Erde konservieren zu können, selbst wenn sie wirken würde keine vernünftige Strategie dar. Vermeidet man Schäden in einer Region oder auch nur im Bezug auf eine Schadenskategorie, schließt man Nutzen anderswo aus. Angesichts der vergleichsweise geringen Schäden des Klimawandels, denen teilweise recht deutliche Nutzeffekte gegenüber standen, bietet sich wie in der Vergangenheit auch viel eher eine Politik der Anpassung an den Klimawandel an. So würde man gleichzeitig Schäden kompensieren und von den Nutzeffekten profitieren. Hier wäre die Wahrscheinlichkeit einer Win-Win-Situation, wie sie Protagonisten der Klimapolitik immer wieder betonen, wesentlich größer.

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6 Antworten zu “Eine positive Bilanz des Klimawandels

  1. Gewiss ist es grundsätzlich richtig, dass sich das Klima immer und ständig im Wandel befindet. Allerdings wird der Begriff „Klimawandel“ heutzutage von den Mitgliedern des politischen Mainstreams in anderem Sinne gebraucht: Man betreibt mit dem unpräzisen Begriff „Klimawandel“ eine Angst- und Schreckenskampagne in der Öffentlichkeit. Man behauptet, die Erde erwärme sich immerzu, und der Mensch sei daran schuld. Letztere Behauptung ohne jeden physikalisch-naturwissenschaftlichen Beweis.

    Rein religionssoziologisch hat die Klimawandelbewegung den Charakter einer apokalyptischen Sekte, die die Menschheit vor hereinbrechenden Katastrophen warnt, um sie gefügig und manipulierbar und politisch gehorsam zu machen. Früher warnten Apokalyptiker vor der Hölle, heute warnen sie vor der Erderwärmung.

    In diesem Zusammenhang weise ich noch einmal darauf hin, dass seit nunmehr 15 Jahren die Erderwärmung laut thermometergemessener Temperaturdaten zum Stillstand gekommen ist, bzw. einer leichten Abkühlungstendenz Platz gemacht hat. Siehe die offizielle Darstellung des britischen MetOffice:

    http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcrut3/diagnostics/comparison.html

    Besonderes Gewicht erhält diese Darstellung durch die Tatsache, dass das MetOffice sich durchaus als Believer der Global Warming Church geäußert hat.

    Fazit: Es gibt keine menschengemachte Erderwärmung, es gibt nur den größten Wissenschaftsbetrug aller Zeiten.

  2. Na ja, vor Jahren hatte bereits ein Biologe vom Klima-Institut Kiel gesagt: Legen Sie mal ein Thermometer unter ihr Hemd. Sie werden eine Temperatur von etwa 27 Grad C feststellen. Gibt es einen besseren Beweis dafür, dass wir subtropischer Herkunft sind?

  3. Die „Klimaforscher“ gehen einfach von dem Verbrauch fossiler Rohstoffe aus, also Erdöl, Kohle. Daraus ermitteln sie die Emissionen und rechnen diese dann einfach in die Bilanz der Atmosphäre ein.
    Sie übersehen dabei, dass ein Teil dieser CO2-Emissionen von den Pflanzen aufgenommen wird, sie übersehen aber auch, dass aus den früheren Zeiten keine Daten für die Emission von CO2 vorliegen. Die menschenverursachten waren sicher wesentlich geringer, es gab ja sehr viel weniger davon, aber, wer hat sich jemals Gedanken darüber gemacht, wieviele Waldbrände es gegeben hatte in jener Zeit, von denen niemand etwas mitbekommen hatte. Brände, die monatelang wüteten.
    Was den Anteil von CO2 in der Atmosphäre ebensfalls stark bestimmt sind Vulkanausbrüche. Bei einem CO2-Anteil von 0,032 % sind da durchaus größere Schwankungen zu erwarten.
    Über die Unterschiedlichkeit der Messmothoden decken wir am besten den Mantel des Schweigens.
    Es ist aber durchaus davon auszugehen, dass sich der CO2-Gehalt erhöht hat. Damit verbunden könnte eine Erwärmung einhergehen. Diese Erwärmung aber hat dann auch zur Folge, dass sich die Oberflächentemperaturen der Meere, immerhin mehr als 2/3 der Erdoberfläche ebenfalls erwärmen, was zu mehr Verdunstung führt. Diese Verdunstung erzeugt Wolken, die dann wieder zur Abkühlung führen, mal abgesehen von den ansonsten noch damit einhergehenden physikalischen Effekten.
    Das nur als einige Punkte, die regelmäßig unter den Tisch fallen.

  4. Pingback: 5 vor 10: Homo oeconomicus, Klimawandel, Makroökonomie, EU, Mekka | INSM Blog

  5. Pingback: Ökonomie des Klimawandels |

  6. Pingback: Bin ich Klimaleugner? | Meine Weltsicht

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