Norbert Berthold hat den Nagel auf den Kopf getroffen

Sehr geehrter Herr Professor Berthold,

Ihr Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf –abgesehen vom letzten Satz.

Die Diagnose des heutigen Gesundheitssystems könnte treffender nicht sein. Und auch Ihr Therapievorschlag ist der einzige Vorschlag, der aus einem gegenwärtig eher planwirtschaftlichen System endlich ein marktwirtschaftliches System machen kann.

Ein umsteuern in der Gesundheitspolitik ist in der Tat dringender denn je – dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund der desolaten Lage der öffentlichen Haushalte. Gerade deshalb muss zu Recht auch die Frage der Finanzierung des neuen Gesundheitssystems gestellt werden. Und hier sind deutlich mehr Spielräume vorhanden, als es prima facie – und nach der Ansicht manches Christsozialen – scheint. Denn wenn es der neuen Bundesregierung endlich gelingt, die Staatsquote zu reduzieren und Einsparungen zu realisieren, kann die Finanzierung der substantiellen und nachhaltigen Reform des Gesundheitswesens auch ohne zusätzliche Steuerbelastungen gelingen. Freiheit braucht Mut – und zwar auch den Mut, mit anachronistischer Subventionspolitik zu brechen und die wirtschaftliche Tätigkeit des Staates auf die Bereiche zu beschränken, in denen diese ihre Berechtigung findet. Jüngst haben mehrere Forschungsinstitute und der Bund der Steuerzahler vorgerechnet, wie viel an öffentlichen Geldern durch den Abbau von Subventionen einzusparen ist.

„Es ist ja durchaus richtig, und alle geschichtliche Erfahrung bestätigt es, daß man das Mögliche nicht erreichte, wenn nicht immer wieder in der Welt nach dem Unmöglichen gegriffen worden wäre.“ Die neue Bundesregierung tut gut daran, dieser Erkenntnis von Max Weber zu folgen. Sie sollte die Gunst der Stunde nutzen und langfristige politische Ziele gegen alte Zöpfe ersetzen.

Zum Aufsatz von Norbert Berthold

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Funk

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