Auf Wiedersehen!

Liebe Leserinnen und Leser,

der Internetauftritt der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wird von Grund auf neu gestaltet. Wir freuen uns darauf, Ihnen dann die Inhalte, Themen, Kommentare und Stellungnahmen des Liberalen Instituts in ganz neuen Formaten präsentieren zu können. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Im Zuge dieser Umstellung wird die Arbeit am Blog „Denken für die Freiheit“ eingestellt. Die bis heute erschienenen Beiträge bleiben unter dieser Adresse für Sie als Archiv verfügbar. Wir möchten uns bei unserer Leserschaft für Ihr langjähriges Interesse sowie ihre Kommentare und Anregungen bedanken und hoffen sehr, dass wir uns ab Sommer auf unserer neuen Webpräsenz wiedersehen. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute!

Ihr Team des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Malaysia: “Aus für Anwar – Dunkel für die Demokratie”

Moritz Kleine-Brockhoff & Katharina Weber-Lortsch

Anwar Ibrahim wurde nach seiner Verurteilung abgeführt. Der politisch motivierte Schuldspruch dürfte seine Politkarriere beenden. Damit rückt Aussicht auf Demokratie in Malaysia in weite Ferne.

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Kaputtgespart?

Detmar Doering

Angeblich haben sie sich “kaputtgespart”. Aber die Länder, die in den letzten krisengeschüttelten Jahren etwas für den Schuldenabbau getan haben, fahren heute die besten Wachstumsraten ein. Das stellt dieser Beitrag bei AgendaAustria fest.

Indien: Rajan – Rockstar und Retter der Wirtschaft?

Jens Rosendal

Der hoch dekorierte Chicagoer Professor Raghuram Rajan übernahm 2013 in einer schweren Wirtschaftskrise das Amt des Präsidenten der Indischen Zentralbank. Mit einem stringenten Programm und ohne Angst vor der Regierung liberalisiert er seitdem die Finanzwelt des Subkontinents und führt die indische Rupie behutsam zu niedriger Inflation, Stabilität und Kraft. Seine Ideen wie das Bankkonto für alle oder Staatshilfen ohne korrupte Bürokratie sollen vor allem die armen Bevölkerungsschichten erreichen. Bis jetzt ist es eine Erfolgsgeschichte, der viele eine lange Dauer wünschen.

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Ziehen sich die erneuerbaren Energieträger selbst aus dem Sumpf der Energiewende?

Steffen Hentrich

Laut einer Analyse (pdf) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hätten die deutschen Stromverbraucher im Jahr 2013 ganze 11,2 Mrd. Euro durch die Nutzung erneuerbarer erneuerbarer Energieträger gespart, weil diese mit null Grenzkosten den Börsenpreis kräftig nach unten gedrängt hätten. Dabei sind die Forscher davon ausgegangen, “dass der Anteil der konventionellen Erzeugungskapazitäten in der kurzen Frist (< 5 Jahre), in der der überwiegende Anteil an erneuerbarer Kapazität zugebaut wurde, konstant geblieben wäre, auch wenn es den Zubau Erneuerbarer Energien so nicht gegeben hätte.” (S. 26) Begründet wird diese Annahme mit einem langen Planungshorizont konventioneller Kraftwerke und der hohen Investitionsunsicherheit unter den Bedingungen eines liberalisierten Energiemarktes. Abstrahiert wurde ebenfalls von einer Reduktion der Energienachfrage als Reaktion auf steigende Preise und von einer Angebotsraktion durch weniger stillgelegte Kraftwerke.

Wegen dieser Annahmen muss jedoch das gesamte Analyseergebnis mit einem dicken Fragezeichen versehen werden. Der Grund für steigende Grenzkosten konventioneller Kraftwerke ist neben der Abschaltung mehrerer Kernkraftwerke vor allem in den besonderen Einsatzbedingungen konventioneller Kraftwerke  und der Investitionsunsicherheit infolge der Energiewende zu sehen. Kurzfristig erhöht der stärker schwankende und schwer prognostizierbare Einsatz des konventionellen Kraftwerksparks die Grenzkosten und mittel- bis langfristig reduziert sich der Investitionsanreiz mit der Folge eines sinkenden Stromangebots und steigender Preise. Ohne die Einspeisung des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern wären die Grenzkosten konventioneller Kraftwerke niedriger gewesen, was auch mit relativ niedrigeren Börsenpreisen verbunden gewesen wäre.

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Griechenland muss wettbewerbsfähig werden

Detmar Doering

Bevor Griechenland aus der Krise kommt und überhaupt an so etwas wie ein Schuldenschnitt zu denken ist, muss das Land seine Wirtschaft in Schwung bringen. Die ist aber strukturell veraltet und fast nirgendwo international wettbewerbsfähig. Hier müsste die dortige Regierung ansetzen, schreiben Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich Laaser in dieser Studie des Instituts für Weltwirtschaft. Die Signale, die die neue links/rechts-populistische Regierung zurzeit aussendet, sind hier allerdings wenig zielführend.

Steuern für das Wachstum?

Detmar Doering

Gerade angesichts der Euroraumkrise wird häufig der Begriff “Austerität” zum Feindbild erhoben. Sollte man also stattdessen mehr steuerfinanziertes Wachstum haben? Oder anders gesagt: Höhere Steuern für das Wachstum? Wirtschaftlich stimulierende Steuersenkungen seien das bessere Rezept, meinen die ÖkonomenAlberto Alesina, Omar Barbiero, Carlo Favero, Francesco Giavazzi und Matteo Paradisi in diesem Beitrag, und kosteten am Ende weniger.