Der Mittelstand ist das Geheimnis des deutschen Erfolgs

Gérard  Bökenkamp

Zu diesem Ergebnis kommt der amerikanische Journalist Peter Ross Range, der nachgeforscht hat, warum die deutsche Wirtschaft von der Finanz- und Eurokrise weniger stark betroffen war als die Wirtschaft der anderen Länder. Die Wirtschaftswoche führt den Erfolg der mittelständischen Unternehmen auf die Verknüpfung der Vorteile der regionalen Verankerung mit den Chancen internationaler Aktivität zurück. Kleine und mittlere Unternehmen seien flexibler als Großkonzerne, bilden ein effektives Netzwerk aus Kunden, Mitarbeitern, Banken und Lieferanten und haben sich auf Nischen spezialisiert, in denen sie die Weltmarktführerschaft innehaben.

Mit der Freiheit geht’s bergab

Detmar Doering

Die Bedeutung des Wertes der Freiheit ist im großkoalitionären Deutschland leicht rückläufig. Das ist das Fazit des diesjährigen Freiheitsindex des Heidelberger John Stuart Mill Instituts. Dazu trägt nicht zuletzt die negative Einstellung der Presse zur Freiheit bei, die mit einer Propagierung der Verbotskultur einhergeht. Ein Lichtblick ist der Umstand, dass offenbar die Kluft zwischen Pressemeinung und Bevölkerungsmeinung sich weitet. Die Bürger im Lande sind freiheitsliebender als die Masse ihrer Medienvertreter.

Kinderrechte mit Herz und Verstand

Steffen Hentrich

Der negative Zusammenhang zwischen Wohlstand und Kinderarbeit ist nicht zu übersehen.

Mit der Nominierung der pakistanischen Menschenrechtsaktivistin Malala Yousafzai und des indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi für den diesjährigen Friedensnobelpreis werden zwei Menschen geehrt, die für ihre Herzensangelegenheit, der Befreiung von Kindern von Ausbeutung und Elend, viel riskiert haben.

Erfahrungsgemäß ebbt jedoch mit solchen Ehrungen in der Öffentlichkeit das Engagement ab und die Politik hakt das Thema mit der Berücksichtigung von Kinderrechten in internationalen Konventionen ab. Ab und zu noch werden Sweatshops in armen Ländern noch als Schuldige durch die Presse getrieben und der bewusste Verbraucher glaubt das Problem gelöst zu haben, wenn er einen großen Bogen um die Discounter macht oder gleich nur von regionalen Produkten lebt.

Doch getan ist damit gar nichts, sondern lediglich ausgeblendet. Benjamin Powell zeigt in A Case Against Child Labor Prohibitions, dass das Verbot von Kinderarbeit keineswegs den Schulbesuch der betroffenen Kinder bedeutet, wenn sich nicht auch noch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in armen Ländern ändern. Armut und ökonomische Alternativlosigkeit sind die Hauptgründe für die Notwendigkeit Kindern einen Teil der Last der Einkommenserzielung aufzuerlegen. Kinder arbeiten vor allem in der Landwirtschaft und im Dienstleistungsgewerbe, Sektoren, die in vielen armen Ländern vergleichsweise wenig in den internationalen Handel eingebunden sind. Wirtschaftliche Entwicklung und die dafür notwendig Rahmenbedingungen müssen mit Verstand vorangebracht werden, bevor einem angesichts weltweit glücklicher Kinderaugen wieder das Herz aufgehen kann.

Frankreich: Verschlafene Globalisierung

Detmar Doering

Frankreich kränkelt, was seine Wirtschaft angeht. Das Problem ist nicht neu. Es hat seine Ursache darin, dass schon seit den 80er Jahren die Politik jede Anpassung an die Globalisierung verschlafen hat. Der französische Intellektuelle Guy Sorman beschreibt in diesem Beitrag für CapX, was das bedeutet: Wettbewerbsfeindlichkeit, Überladenes Arbeitsrecht, undurchdringliche Verfilzung von Staat und Großunternehmen, wobei letztere immer monopolistischere Strukturen aufweisen. Unter den 40 größten Unternehmen Frankreichs, so stellt er fest, sei keines, das jünger als 50 Jahre alt sei.

Wachstum durch Schulden?

Detmar Doering

Mit mehr Schulden müsse der Staat das Wachstum ankurbeln. Das scheint in fast allen Industrieländern heutztage die politische Devise zu sein. Irgendwas scheint damit aber nicht zu stimmen, heißt es in diesem Blogbeitrag bei Agenda Austria. Das Wachstum käme nicht, aber die Schulden blieben.

Elections in Bosnia and Herzegovina (BiH) – A Revolution, Evolution, or Stagnation?

Adnan Huskic

On 12 October Bosnians will elect in General Elections their representatives for State-, entity-, and in the FBiH cantonal-level legislatures. Voters will also cast their ballots for the Presidency of BiH and the President of the Republika Srpska (RS).

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Der Mythos vom chinesischen Staatskapitalismus

Steffen Hentrich

Chinas wirtschaftlicher Aufschwung seit mehr als drei Dekaden ist zweifelsohne beachtlich und nicht zu übersehen, doch ein Triumph staatlicher Wirtschaftslenkung ist diese Entwicklung keineswegs. Nicht nur, weil das Land in Sachen wirtschaftlicher Freiheit bis heute nicht über Platz 115 von 152 Ländern im Ranking des Economic Freedom of the World Reports hinausgewachsen ist und mit nicht einmal 12.000 US-Dollar pro Kopf keineswegs als Land mit einer wohlhabenden Bevölkerung angesehen werden kann, sondern auch, weil das freie Unternehmertum in China gezwungen war diese Fortschritte oftmals gegen den Widerstand staatlicher Planer durchzusetzen. Auch wenn die chinesischen Kommunisten aus dem katastrophalen Erbe Maos wichtige Lehren zogen und Schritt für Schritt zu marktwirtschaftlichen Reformen bereit waren, hat sich gerade das Beharren auf staatliche Regulierung und Lenkung als größter Hemmschuh des ökonomischen Fortschritts erwiesen. Mark Hokamp beschreibt in einem neuen Beitrag aus der Reihe Position Liberal die langwierige und hürdenreiche Entwicklung des chinesischen Kapitalismus und entzaubert dabei den Mythos vom Staat als Treiber einer dynamischen Marktwirtschaft.

Die Veröffentlichung Warum China wirklich erfolgreich ist – Freies Unternehmertum statt Staatswirtschaft von Mark Hokamp können Sie im Webshop der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit kostenfrei bestellen oder im pdf-Format herunterladen.