Adaptive Wirtschaft

Detmar Doering

Die “Sharing Economy” ist beliebt – anscheinend aber nur, solange sich daraus keine innovativen Geschäftsmodelle bilden, die alte Besitzstände und Kartelle in Frage stellen. So geschehen beim “Ridesharing”, das das klassische Taxi verdrängen könnte. Der organsierte Widerstand, der sich nun bildet, so schreibt Sven Gabor Jaszky in diesem Artikel in Capital, sei kurzsichtig. Erfolgreich und gut für die Menschen sei eine adaptive Wirtschaft, die der Vermachtung und Kartellen eine Absage erteilt.

Austritt aus dem Kollektiv der Jammerlappen

Steffen Hentrich

Carsten Dethlefs ist blind und hatte trotzdem die Nase voll von seiner Interessensvertretung, dem Blindenverband, weil dieser seiner Meinung nach die Betroffenheit der Blinden nur zementiert. Um wirklich ernst genommen zu werden, so der Mitautor der kürzlich von Michael Prollius unter dem Titel The Standards herausgegebenen Sammlung von kurzen Aufsätzen über Klassiker des Liberalismus, müssten Blinde offensiv zeigen, dass sie mehr können als blind sein. Das ist alles andere als unkompliziert, doch nicht unmöglich.

Surreales Nordkorea

Detmar Doering

Nordkorea ist einer der abgeschottetsten Länder der Welt. Hinter der Grenze befindet sich einer der totalitärsten Diktaturen der Welt. Nur selten bekommen Fernsehreporter so etwas wie einen Einblick in ein System, das bisweilen surreale Züge annimmt. Hier eine seltene Ausnahme bei Galileo auf Pro7.

Das war zu erwarten: SPD stellt Haushaltskonsolidierung in Frage

Gérard Bökenkamp

Der stellvertretene SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hat das Ziel des ausgeglichenen Haushalts in Frage gestellt. Angesichts der sich verschlechternden Konjunkturdaten fordern Politiker aus der SPD, aber auch in der Union eine Abkehr von dem Ziel der “schwarzen Null”. Dass das von der Verfassung vorgegebene Ziel der Haushaltskonsolidierung innerhalb der Großen Koalition in Frage gestellt werden würde, sobald sich die Konjunktur eintrübt, war zu erwarten.

Die Große Koalition hat sich selbst eine Falle gestellt. Sie hat zusätzliche Ausgabenwünsche formuliert und keine weiteren Sparanstrengungen unternommen, um für die mögliche Rezession gewappnet zu sein. Sollte sich die Konjunkturlage noch weiter verschlechtern, dann müsste die Regierung wenigstens Teile ihrer Ausgabenbeschlüsse zurücknehmen und wohl noch in anderen Bereichen sparen. Die Zeit der „Schönwetter“-Politik und einfach erworbener Popularität könnte bald zu Ende sein.

Mindestlohn: Im Prinzip eine Steuer auf Arbeit

Detmar Doering

Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn ist im Grunde eine Steuer auf niedrig entlohnte Arbeit. Das ist das Fazit dieses Beitrags von Alexander Fink und Benjamin Buchwald bei IREF. Und diese Steuer sorgt dafür, dass der Preis von Arbeit steige. Es sei naiv anzunehmen, dass dies nicht Arbeitsplätze dort gefährde, wo die Not am größten ist.

Wahl in Lettland – klare Mehrheit für Regierungskoalition

Dr. Borek Severa

Vor dem Hintergrund des Konflikts in der Ukraine und des diesbezüglichen starken Engagements Russlands haben sich die lettischen Bürger für Stabilität entschieden und bei den Parlamentswahlen für die bisherige Mitte-Rechts-Koalition unter Ministerpräsidentin Laimdota Straujuma gestimmt.

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Fokus Menschenrechte – Zentralamerika: Kinder auf der Flucht

David Henneberger

Zehntausende Kinder und Jugendliche fliehen vor Gewalt und Elend aus Zentralamerika. Der Anstieg der minderjährigen Flüchtlinge, die in diesem Jahr in den USA ohne gültige Papiere aufgegriffen wurden, ist dramatisch. Kurzfristig verspricht nur eine Reform der US-amerikanischen Immigrationspolitik Abhilfe für die Minderjährigen. Mittel- bis langfristig muss das Gewaltmonopol in den von Flucht betroffenen Ländern wieder an den Staat übergehen. Dabei muss auch über eine Reform der gescheiterten Drogenpolitik nachgedacht werden.

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